S165Gedanken, sich von der Weydt Meister zumachen, noch zur Zeit nicht fahren lassen.Sie drangen abermal auf die Weydt, la-gerten sich im Angesichte der Stadt, war-fen ordentliche Verschanzungen auf, und fo-derten die Belagerten unter allerhand Artenvon Bedrohungen zur Uebergabe auf. Unterandern ließ ihnen der Herzog andeuten, daßwenn sie sich ihme nicht binnen 3. Tagenfreywillig ergäben, er sie alle ohne Ausnah-me nach einer gewaltigen Einnahme derStadt aufhenken lassen und ihre Weiberseinen Soldaten Preis geben würde. Alleindie Belagerten lachten der Bedrohungen nurund waren lediglich darauf bedacht, sich jemehr und mehr gegen die ausserordentlichenAnstalten des Herzogen in wehrhaften Standzu setzen. Karl entbrannte vor Zorn undsann auf alle Mittel, die Neußer je mehrund mehr in die Enge zu treiben. Vorzüg-lich war er darauf bedacht, ihnen das nö-thige Wasser zu benehmen. Daher ließ erdie Erft und Kruhr abstechen und ersterebey Quinom in den Rhein letztere aber vonder Nordseyte in das Neußer Broich lei-ten, allein diese Vorkehrungen thaten die ge-wünschte Wirkung nicht. Denn die dichtum die Stadt vorfindliche Quellen ver-schaften den Einwohneren hinlängliches Wasser.Karl gieng daher noch weiter, zumal, da
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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165
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