162SSder Morgenseite, wo der aus dem Rheinauf die Stadt geleitete Kanal zwey schöneInseln bildete. Karl sah es wohl ein, daßer nichts mit der Stadt ausrichten würde,so lange er nicht Meister von dem Kanalund von den beeden Inseln seyn würde, zu-mal von dieser Seite her den Belagertenaller Vorschub sowohl an Mannschaft alsauch an Mundvorrath geleistet werden könn-te. Er schickte daher eine beträchtliche An-zahl Reiter ab, sich der beeden Inseln oderder so genannten Weydt zu bemächtigen.Allein diese Leute hatten das Unglück, theilszu ersaufen, theils von den Neußern, dieihnen aus der Stadt zusetzten, erschlagen zuwerden. Da aber doch die Eroberung derStadt gröstentheils von der Einnahme derWeydt abhienge, so beharrete Karl bey sei-nem einmul gefaßten Entschluße, sich der-selben, es koste was es wolle, zu bemächti-gen. Ein Korps freywilliger aus dem Lom-bardischen Lager machte sich hierauf anfangsAugusts mittels eines Schiffes auf die WeydtDer Wächter, der von der Spitze des Thur-mes die Feinde bemerkt hatte, machte Ler-men. Alsofort giengen 150 Mann von derBürgerschaft und der Besatzung durch denJudensteeg, machten sich über das Wasserund fielen über die Feinde her, die eben imBegrif waren sich auf der Weydt zu lagern.Be=
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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162
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