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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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0159ren die Herren von Chimay, Hemencourt,Vermale, Jacob von Luxemburg, Engel-bert von Nassau, Fridrich von Sege-montauf die gänzliche Abtragung des Klosters. Al-lein die Großen der Stadt waren der entgegengesetzten Meinung. Sie konten aber das nichtabwehren, daß die Bürger nicht zwey Höfe,einen beym Kloster, und einen im Ham, odervielmehr Hamfelde in Brand steckten. DerHerzog ließ also fort die Zimmer des Klosterseinnehmen. Die noch übrigen wenigen Herrenmußten also mit der Sakristey vorlieb nehmen,aus welcher sie nicht anders heraus konnten,als wenn sie Meeße lesen wollten. Indeßenhauseten die Burgundier nichts gelinder, alsvorhin die Neußer. Sie schleppten alles mitſich weg, zumal von Gehölze, womit ſie ſichgegen die Schüße aus der Stadt in Sicher-heit zu setzen suchten. Die Zelter des Herzo-gen und seines Gefolges waren hinter derKirchen in dem Baumgarten aufgeschlagen. DasZelt des Herzogen war von Holz und auf einebesondere Art aufgeführet. Es war ein ordent-liches Hauß mit Zimmern und konnte gleichnach Belieben auf und abgeschlagen werden.In diesem Hause wohnte der Herzog 46. Wo-chen. Des Nachts schlief er auf einem Stuhle.Alle Nachts hielten 40. der auserlesensten derArmee vor seinem Gezelt Wache. Das Lagerüberhaupt glich beynah einer Stadt, worinalles in Ueberfluß zu haben und auch Menschenaus allen Gegenden in Ueberflus zu sehen waren.