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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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142gen. Sie wurden ergriffen, in Bande ge-schlagen und gezwungen ihr böses Vorhabenauf die Stadt zu bekennen. War jemalsRuprecht ausser Fassung gebracht worden,so war es gewiß jetzt. Ohne Verzug schickteer seinen Vettern, den Stephan Herzogenvon Bayern und den Grafen von Nuenahrmit einigen seiner vertrauten Höflinge nachNeuß, den Magistrat um die Entlassungangezogener Gefangenen anzugehen und dem-selben zu versicheren, daß er nichts wenigerals solche widrige Absichten auf Neuß ge-habt, sondern daß Wessel alles erdichtet hätte.Allein der Magistrat bezog sich lediglich aufseine eigenhändig unterzeichne e und dem Bockzugefertigte Briefe und ließ bemeldten Ge-fangenen, so sehr sich auch der Graf vonMors und andere vornehme Herren insMittel schlugen, auf öffentlichem Markte dieKöpfe herunter schlagen, sie viertheilen unddie zerstümmelten Glieder an den Stadttho-ren auf Pfäle stecken.Man kann es sichleicht vorstellen, was für einen Eindruck die-ser Vorfall auf Ruprechten müße gemachthaben. Nicht nur seine Ehre ward dabeyaufs Spiel gesetzt, sondern seine eigentlicheAbsicht ward dadurch ganz und zumal zuWasser. Denn wäre er Meister von Neußgeworden, so wär es ihm in der Folge einleichtes gewesen, sich des übrigen NiedernErz