128Snicht nur mit beträchtlichen Geldsummen,sondern er schickte auch noch den KardinalPeter Capucius eilends ab, daß er die dasWahl-Recht habende Reichsfürsten uͤberredenmöchte, vorgedachten Wilhelm zu ihrem Kay-ser zu wehlen. Konrad, Fridrichs Sohnwar aber damals Meister von Frankfurt,dem ordentlichen Wahlplatze. Man mußtealso für diesmal einen andern Wahlplatz vor-lieb nehmen. Es waltet aber wiederum einFrage ob, wer eigentlich dieser Ort gewesen sey.Albertus Stadensis ad annum 1247. be-hauptet mit dem Mersäus, daß die StadtNeuß hiezu ausersehen worden wäre, dage-gen sagten andere, daß die Wahl eigentlichin dem Dorfe Wurringen geschehen sey;das aber nicht wohl glaublich ist, wenn manbedenkt, daß so viele und so vornehme Für-sten dieser Wahl beygewohnt haben. Mankann also mit obigen beyden Schriftstellernund zugleich mit dem Gundling wohl an-nehmen, daß zu Neuß die vorläufigen Track-taten abgeschloßen worden sind. Nach demChronicon magnum Belgicum wohnten dieserVersammlung bey der von dem Innocenzabgeschickte Kardinal Capucius, die Erzbi-schöfe Gerard von Maynz, Konrad vonKölln, Arnold von Trier, der König vonBöhmen Wenceslaus mit seinen beydenSöh-
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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128
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