110Sund Lucius Verus den in der Geschichte sobemerkten Angrif wider die Römer. Dieübrigen deutschen Völker suchten ebenfallsdiese Gelegenheit zu nutzen und die Legionendie am westlichen Ufer des Rheins standen,aufzuheben. Mit aller Gewalt setzten sie indie diesseitige Gegenden und hauseten darinauf das grausamste. Kaum ware DidiusJulianus und nach dem Helvius Pertinaxim Stande, dem Uebel abzuhelfen und dieRömische Gewalt zu behaupten. Die StadtNeuß mußte auch in diesem Sturme weid-lich herhalten. Sie hatte aber um das Jahr353-55 ein weit härteres Schicksal. Ver-schiedene deutsche Völker, die unter demNamen Allemannen vorkommen, giengenauf Eroberungen aus. Damals hatte sichSilvanus gegen den Konstantius zum Kay-und dadurch den un-ser ausruffen lassen,ruhigen DeutschenGelegenheit zu diesemUeberfalle gegeben. Diese Völker hausetenunglaublich in dieser Gegend und verheeretenfast alle Römische Städte und Vestungen.Auch unser Neuß ward damals zu Grundgerichtet. Der äusserst aufgebrachte KayserKonstantius schwur diesen Völkern den Un-tergang und gab seinem Vettern dem nach-her so berühmt gewordenen Kayser Julianden Auftrag, diese unruhigen Gäste zu paa-ren zu treiben. Julian zog alsobald mit sei-nen
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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