103#den Befehl, von Neuß aus einigen Vor-rath auf Wägen herbey zu schaffen, weil derFeind Herr vom Rheinstrome war. Alleiner hatte die Unbesonnenheit, eine allzu schwa-che Bedeckung mit abgehen zu lassen. Ci-vilis hatte davon Wind bekommen und denEntschluß gefaßt, die Bedeckung aufzuheben.Er ließ alle Brücken, und enge Päße be-setzen. Die Römer marschierten in zwey Ab-theilungen. Die erste kam glücklich durch,denn Civilis hatte sich noch nicht recht vonseinem Falle erhohlt. Nun kam die zweyteAbtheilung heran, und war dabey auf ihremMarsche so ziemlich sorgloß. Civilis rückteaus seinem Hinterhalte hervor und fiel mitaller Lebhaftigkeit auf dieselbe los. Die Rö-mer erhohlten sich aber gar bald, und dasGefechte ward ungemein hitzig. Es bliebaber wegen der einfallenden Nacht unent-schieden. Durch so viele unglückliche Vor-fälle entstand amermal bey den Römern einAufruhr, woraus Civilis nicht wenige Vor-theile zog. Nachdem überfiel er die in Gelbversammleten Legionen, bemeisterte sich desCastells und schlug ein wenig nachher, alssich Vocula nach Neuß zurückziehen wollte,deßen Reiterey unweit Neuß aufs Haupt.Unter diesen blütigen Auftritten amNiederrhein regten sich auch am Oberrheindie
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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