252er in einem seiner 4. Feldzüge, das ist: 12.oder 13. Jahr vor Christi Geburt den Grundzu dem bereits erwehnten Drusischen Castel-le gelegt hat.Die in dieser Gegend aufgebaute Brückeeröfnete dem Drusus den Weeg zu denCheruskern und Frisen, und um denselben,oder vielmehr um den damals unserm Neußgerade gegen über wohnenden Tenctern undJuhonen den Weeg auf immerdar zu ver-legen, so richtete er nach seinem Rückmarschaus dem jenseitigen nördlichen Deutschlandebey dem bereits dahier existirenden Lager die-ses Castell als einen ewigen Damm entge-gen, so wie man etwa dem Einreissen wil-der Ströme durch dergleichen Aufdammun-gen vorzubeugen pflegt. Es iſt anzunehmen,daß er in einem der oben berührten Jahredas Castell nicht vollends zu stande gebrachthat; so wie es möglich ist, daß sein Bru-der Tiber, der ihm am Niederrhein im Kom-mando folgte, oder sonst irgend ein andererRömischer General der vollender desselbengewesen ist. Man wird aber schwerlich et-was zuverläßiges davon anzugeben wissen.Genug zur Ehre des unsterblichen Drusus,daß dieses so genannte Drusische Castell,unser heutiges Oberthor noch bis auf diesenTag den Namen von ihm trägt. Im Jahr70.
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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