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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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müße. Nun kommen von je her in einemjeden Staate hauptsäglich vier Punkten vor;nemlich die Religion des Volkes der Bür-gerstand der Soldatenstand und ihre häuß-lichen Angelegenheiten, die allemal die innerli-chen Bestandtheile desselben ausmachen. Mit-hin erfoderen diese auch in Rücksicht auf unse-re Condrusen und Segnier einige Betrach-tung: In der Religion des Volkes nehmendie Götter und die Art, dieselbe zu verehren,den ersten Platz ein. Cicero und Senecaleisten uns dafür die Gewähre, weil nachihrem Ausspruch nie ein Volk, wenn esauch noch so roh gewesen wäre auf Erdengelebt hat, das nicht einen Gott anerkanntund denselben nach seiner Art verehret hätte.Zwar ist es nach dem Urtheil eines be-rühmten neuern Schriftstellers theils eine un-nöthige theils eine unmögliche Arbeit, dieGötterlehre der alten Deutschen und folglichunserer Condrusen und Segnier aus einan-der setzen zu wollen. Indeß ist doch nichtalles für uns verloren gegangen, ob wirgleich alles dieses mthrentheils den Römernzu verdanken haben. An der Spitze dersel-ben ist Cäsar, der es ausdrücklich behaup-ket, daß die Deutschen die Sonne (Sun)den Mond (Maen) und den Vulcan oderdas Feuer angebeten hätten. Tacitus, dereinige