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Wegerichblüthen : Gedichte
Entstehung
Seite
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16Die zehn Gebote.Ob wir auch Vieles abgeschworen haben,Ob das Gesetz auch fehlt an unsern Thüren,Auf uns're Herzen wollen wir es schnürenUnd standhaft halten, bis sie uns begraben:Am großen Geist mög' dein Geist sich erlaben;Nie sollst du Göttliches zum Mißbrauch führen,Doch manche Stunde seinem Dienst erkühren!Den Eltern dank für ihre Liebesgaben.Besud'le deine Hände nicht mit Blut;O hüte dich, der Treue Schwur zu brechen!Es sei dir heilig deines Nächsten Gut.Laß deinen Mund stets laut're Wahrheit sprechen;Bezwinge der Begierden wilde Gluth,Und halte rein den Blick von Neid, dem frechen.