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Wegerichblüthen : Gedichte
Entstehung
Seite
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Du Thor! rief ihm das Herz entgegen,Geb' ich nicht Licht und Wärme dir?Die Liebe ruht in meinen Schlägen,Des Trostes Balsam strömt aus mir!Du kannst nichts Hohes offenbaren,Weil nur der äuß're Schein dein Ziel,Doch ich vermag es mit dem klaren,44Dem reinen, ahnenden Gefühl.Es sank der Tag, und zum GebeteLud alle Blumen ein die Nacht;Es stiegen aus der AbendrötheDie Sterne auf in alter Pracht.Melodisch durch des Busens RäumeTönt zaubermächtig HimmelssangDem längst vergess'ne LiebesträumeVermählten ihren Feierklang.Da brach das Auge aus in Thränen,Die ihm der Geist, der heil'ge, gab,Und trat bekehrt dem HerzenssehnenDen Sieg und künft'gen Vorrang ab.