Pfingsten.1Pfingstsonntag ist's; die Auserwählten neigenIn Demuth sich dem kirchlichen Gepränge,Gebet und andachtstrunk'ne FestgesängeVom Dom empor zum ew'gen Himmel steigen.Ich kann das Knie mit ihnen nimmer beugen,Denn fremd bin ich dem Glauben dieser Menge;Nicht Priesterwort, noch Sang und OrgelklängeVermögen meinen Sinn zu überzeugen.Und dennoch darf ich freudig zu Dir treten,Ob auch kein Opferlamm in meinen Händen,Und die Vernunft vom Wunder unbezwungen.Ich glaube, daß Dein Geist in allen ZungenSich kund gibt, — ja viel Größ'res wird vollenden,Als je sich ließen träumen die Propheten!
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