70auch sie ahnten schon ein neues, nimmer welkend, im-mer grünend Leben. Denn: „Gott hat dem Men-schen die Ewigkeit in's Herz geschrieben!“Diese Wanderung geht nur durch einen Theilunserer deutschen Lande. Wer noch weiter Nach-frage halten kann, der wird in allen Gauen und Gren-zen unsres Vaterlandes Orte finden, deren Namenjetzt noch reden von den Zeiten, eh' die Zeit erfülltwar, wo auch ihnen der Name über alle Namen,sollte verkündigt werden.Der Wandrer kennt durch einen kleinen Kupfer-stich in Frankreich einen Belstein, der merkwürdigist. Und durch ein großes Werk, in England eineBalstadt, die ist noch viel merkwürdiger.An der normanischen Küste, zwischen Caen undSt. Malo, nahe der kleinen Stadt Avranches, erhebtsich aus der Fluth des Meeres, ein 600 Fuß hohereinzelner Felsen. Geschichtlich kommt er zuerst vorunter dem Namen: Mons belinus. Auf der Spitzedieses Felsen hatten die alten Normanen, unter derPflege ihrer Druiden, ein Heiligthum, einen Altardes Baal. Nachdem unter Tiberius, die gallische Nord-küste auch unter Rom gekommen war, wurde über derhiesigen Baalstätte ein Tempel des Jupiter errichtet.Und als nach dem Konstantin'schen Erlaß: 313, dieKunde von Christo auch hierher kam, da wählten frommeEinstedler, den einsamen Felsen zu ihrer Ansiedelungund erbauten, aus den Steinen des Jupiter=Tempels,
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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