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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite
Entstehung
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33 : 12 M. Ausdehnung hat. Die obersten Abhänge verlaufenbis auf 60 M. hinab nur allmälig, und hier ist am untern Randedie Kuppe von drei Wällen abwechselnd mit drei Gräben um-schlossen (Bl. XXXIV, 43) *). Als sechste Verschanzung reihtsich die sog. alte Stadt bei Merheim an, ebenfalls im Kr. Mül-heim; diese bildet eine schmale an drei Seiten von tiefen Sümpfenumschlossene Landzunge, und ist an der vierten Seite, wo sie mitdem anstossenden Terrain zusammenhängt, durch einen Wall mitvorliegendem Graben abgeschnitten. Die Länge der umschlossenenFläche beträgt 348 M., die Breite 74 M. Die Höhe des Walles,der vor Kurzem zerstört worden, ist 2 M., die obere Breite desmit Wasser gefüllten Grabens 17 M. (Bl. XXI, 29). Es scheintmir nicht zweifelhaft, dass diese Verschanzungen den Zweck hat-ten, die Bevölkerung der Umgegend in Kriegsgefahr mit ihrerHabe aufzunehmen und zu schützen. Was die Zeit ihrer Ent-stehung betrifft, so wissen wir, dass solche Anlagen von der älte-sten germanischen bis in die neuere Zeit zu dem angegebenenZwecke errichtet worden sind, und nur eine ausgedehnte Unter-suchung und Verglcichung dieser Verschanzungen in den verschie-densten Gegenden kann die nöthigen Anhaltspuncte gewähren, umzu erkennen, welche von ihnen dem Alterthume, welche dem Mit-telalter und der neueren Zeit ihre Entstehung verdanken.

Ich komme nunmehr zu einer Art von Befestigungsanlagen,die eine ganz besondere Aufmerksamkeit verdienen. Sie habengleich den vorigen den Zweck, einen umschlossenen Raum gegen

'-) Gleich nördlich von Bensberg finden wir dieErdenburg". Auf dembehuschten Bergrücken an der Ostseite beginnen unweit einer Schlucht drei Grä-ben und Wälle, die sich gebogen zum südlichen steilen Abhänge ziehen, um eineKuppe abzusperren. Wo die Steilheit zunimmt, endigt der äusserste Graben nachICO, der darauffolgende nach 322 Schritten , während die zwei inneren Gräbenund Wälle sich weiter fortsetzen, um nach und nach west- unn nordwärts zulaufen. Dort endigen sie, nachdem sie vom Anfangspuncte C95 Sehr, zurückge-legt haben. An der Westseite führt ein Fuhrweg 211 Sehr, weit zwischen denbeiden Wällen hin. Hier an der Nordsoite fehlt aber auf eine Strecke von 140Sehr, bis zum vorhin bezeichneten Anfangspuncte jede Befestigung. Dein Anscheinnach sind hier keine gewesen, waren hier aber umso nöthiger, weil der Berghier sich sanft abdacht. Der Baum, welchen die Ringwälle umschliessen, bestehtaus einer Kuppe und einer vor ihr gegen N. .0. gelegenen kleinen Fläche. Erhat 356 Sehr, im Durchmesser". Oligschläger, Jahrbb. a. a. 0.