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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite
Entstehung
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beim Hofe Schoikamp J ), wie der gleichfalls schon zerstörtekleine Ringwall beim Hause Heidkamp, beide im Kr. Rees 2 ).Dahin gehört auch der Wall mit Graben bei Dierdorf, im Kr.Neuwied, welcher sich in Form eines Halbkreises an die Gränz-wehr anschliesst (ßl. XXII, 30) 3).

Ausserdem gibt es noch eine Anzahl Warten, bei denenebenfalls Vorkehrungen, wie bei mehren der vorhergehenden, zumAufenthalt des Wächters getroffen waren, aber nicht durch einenbesondern verschanzten Aufwurf, sondern dadurch, dass die obereFläche des Warthügels eine grössere Ausdehnung und eine mehrlängliche Form erhielt, so dass dieselbe sowohl für den Wartthurmals für die Wächterwohnung Raum bot. Diese Einrichtung findenwir noch deutlich erhalten bei der Honnerother Burg, imKr. AJtenkirchen. Dieselbe bildet einen auf einer Erhöhung gele-genen Walleinschluss in der Form eines Rechtecks mit sehr abge-stumpften Ecken von 57 M. Länge und 22 M. Breite; das Ganzeist von einem Graben umschlossen. In der Mitte der oberenFläche sind die Reste eines kegelförmigen Aufwurfs bemerkbar,welcher den Wartthurm trug, während der übrige Theil der Flächezum Aufenthalt des Wächters und zur Aufnahme der Geräth-schaften und Vorräthe diente (Bl X, 13) i ). In ähnlicher Artbot die obere Fläche des Warthügels bei M i 1 r a t h, im Kr. Mettmann,hinreichenden Raum für den Wartthurm und die Wächterwohnung.Sie hat die Form eines Rechtecks mit abgestumpften Ecken undmisst 26 M. in der Länge bei 19 M. Breite und einer Höhevon 4 M. (BI. XXIV, 33). Bei dem Warthügel, auf welchem dasHaus Döring liegt, im Kr. Borken, hat die obere Fläche eineBreite von 21 ! /2 M., und der Fuss ist von einem in der Sohle10 M. breiten Graben umgeben; die Höhe beträgt 4'/2 M.(XXXVIII, 44). Gleichfalls bei Borken findet man den Beken-

i) N. B. IL Folge, S. 67, IV. Folge, Fig. 6.

8) N. B. II. Folge, Seite 58, IV. Folge, Fig. 7.

3 )Daran (an die Gränzwehr) schliesst sich unmittelbar rückwärts einehalbovale Verschanzung, welche auf ca. 60 Sehr, an der linken Seite des altenWeges liegt, und aus einer Doppelcaponiere mit vor- und zurückliegenden Gräbenbesteht. Die andere Hälfte auf der rechten Seite ist wahrscheinlich durch dasjetzt daselbst befindliche Feld verwischt." Schmidt, Localuntersuchungcn überden Pfahlgraben, S. 86.

)Bei der nördlich von Altenkirchen und beim Honnerother Hofe gele"genen Honnerother Burg finden sich grosse Ueberreste einer Befestigung."Schmidt, Localunters. über d. Pfahlgraben S. 84.