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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite
Entstehung
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der in 16 Scctionen der Generalstabskarte geschehenenEinzeichnungeriund von 109 an Ort und Stelle aufgenommenen Durchschnittsprofilenfestgestellt und besprochen worden, gehe ich zur Erörterung derFrage über den Ursprung und Zweck dieser Anlagen mitdem Wunsche über, dass das beigebrachte Material an Ort undStelle geprüft und durch fernere örtlicho Untersuchungen erweitertund ergänzt werden möge.

Wenn man der Zeit der Entstehung dieser kunst-mässig angelegten Strassen nachforscht, so wird zunächst wohlnicht an die der römischen Periode vorausgegangene urgermanischeZeit zu denken sein, falls man, von der eigentümlichen Construc-tion der Strassen ganz abgesehen, nur die Culturzustände jenerZeiten, wie sie uns von den alten Schriftstellern geschildert werden,in's Auge fasst; diese lassen den Gedanken an die planmässigeEinrichtung eines solchen Strassensystems, wie es sich aus denerhaltenen Ueberresten uns darstellt, nicht aufkommen; viel eherkönnten diese Anlagen der nachrömischen Zeit zugeschrieben undals Militärstrassen angesehen werden, die von Karl d. Gr. zuseinen Feldzügen in Deutschland angelegt wurden. Wenn nunauch der Bau solcher Strassen zur Zeit Karls d. Gr. von vornhereinnicht verneint werden kann, so wird doch die grosse Zahl der-selben, sowie ihr gegenseitiger Zusammenhang, mit den Carolini-schen Feldzügen schwerlich in Einklang zu bringen sein. Nochweit weniger aber wird ihre Entstehung dem späteren Mittelalterangehören, wo sie hauptsächlich doch nur als Verkehrsstrassengedient haben könnten, wozu sie aber ihrer Construction nachganz ungeeignet waren , abgesehen davon, dass der Bau kunst-mässiger Strassen damals nur äusserst selten vorkam. Wir sinddemnach auf die römische Periode angewiesen, welche um somehr in nähere Betrachtung zu ziehen ist, als wir wissen , dasseine Reihe von Feldzügen Seitens der Römer vom Rheine ausnach dem Innern Germaniens stattgefunden, dass ein bald grösserer,bald kleinerer Theil der nach dem Rheine hin liegenden germa-nischen Völker eine Zeit lang unter römischer Oberhoheit gestan-den, und dass die Römer jedes oecupirte Gebiet mit einem solchenNetze von Strassen, wie es sich aus den bisherigen Localuntcr-suchungen zu erkennen gibt, zu durchziehen pflegten. Es wirdalso zu prüfen sein, ob diese Strassen, welche nur Militär-etrassen gewesen sein können, in Bezug auf ihre Construction)