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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite
Entstehung
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Absiedlungen und Befestigungen ihren Ausgang nehmen. EinBlick in die Karten lehrt nun, dass aus der Umgebung von Xanten,wo das römische Hauptquartier Castra vetera lag, vier Strassenausgehn; ferner aus der Umgebung von Asberg, Asciburgium,wo sich ein römisches Standlager befand, zwei Strassen; dannaus der Umgebung von Neuss, Novesium, wo sich (bei Grimling-hausen) wiederum ein römisches Standlager befand, vier Strassen;ebenso aus der Umgebung von Cöln drei Strassen, von Bonn zweiStrassen u. s. w. Hieraus ergibt sich, dass die Strassen gruppen-weise von den auf der linken Rheinseite gelegenen Standlagcrnausziehen. Auch von den zwischen den grossen Lagern gelegenenCastellen und kleineren Ortschaften gehen einzelne Strassen aus ;so sehen wir zwei Strassen vom Reeser Eiland kommen, diein ihrer linksrheinischen Verlängerung auf das Castell und dieAnsiedlung Burginatium am Monterberge treffen; ebenso hat dievom Rheine an Spellen vorbeikommende Strasse die Richtungnach der römischen Ansiedlung Drüptstein , Trepitia; die beiden Schwellingerhöfen über den Rhein kommende Strasse ziehtauf Caldenhausen, in dessen Nähe die Ansiedlung Calo lag; dievom Rheine an Scrm vorbeiziehende Strasse trifft genau auf dasCastell Gelduba, jetzt Gellep; von dem Castelle zu Bürgel gehenzwei Strassen aus, eine andere von Dormagen u. s. w. Die Lageund Zahl der römischen Ansiedlungsplätze und Castelle ist nochnicht so hinreichend erforscht, um den obigen Nachweis vollkom-men durchzuführen; es ergibt sich aber aus dem Angeführtenzur Genüge, dass die in Rede stehenden Strassen aus der Näheder grossen Lager, sowie von den kleineren Ortschaften und Be-festigungen, ihren Ausgang nehmen, was mir für die Frage überden Ursprung dieser Strassen von grosser Wichtigkeit scheint, daes keineswegs zufällig sein kann, dass die Lage der römischenAnsiedlungs- und Befestigungs - Plätze des linken Rheinufers sogenau mit den Anfangspuncten der Strassen des rechten Rhein-ufers übereinstimmt.

Nicht minder wichtig ist eine andere Frage, ob nämlich dieHeerstrassen des rechten Rheinufers, nachdem sie den Flussüberschritten, sich vielleicht noch weiter nach dem Innern derehemaligen römisch - gallischen Provinz fortsetzen, in der Art,dass sie nichts Anderes als die Verlängerungen der aus dem In-nern Galliens nach dem Rheine führenden Strassen sind. Um