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Die Kapelle 'Klein-Jerusalem' bei Neersen
Entstehung
Seite
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102maßen verarmbt seind, daß sie sich das Brod langs die Thü-ren itzt zusammen heischen thun; das ist nun das ansehnlicheWirzhaus, welches der Herr Amtmann da bauen lassen, wel-ches itzt gar zum Bettlerhaus worden ist. Also hat sich diegroße Störung darnach etwas gestillt.Da nun der geschickte Gerichtsschreiber und Scheffen michvon dem genannten Platz für das Pilgerhaus in die tiefeGrube mit Gewalt gegen Ihren Durchl. Befehl abgedrungenund darnach mir auch das Oertlein zum Garten inrühmensollten, hat er allerlei Tück angefangen, wie es sich darnachklar genug ausgewiesen, da er und sie Scheffen nit dem Chur-fürstl. Besehl zu pariren, sondern von dem Oertlein, so meineigen Anschüß ist, Mit=Part zu haben, denselben zu verkaufenund das Geld für sich zu behalten suchen thäten, drümb ichkeine Abpfählung haben können. Man muthete mir noch zu,ich sollt das Oertlein zum Garten, meinen eigen Anschüß, nochkaufen. Darauf kam 1668 von Ew. Churf. Durchl. derBefehl, daß sie mir den Ort einräumen sollten; das hat manauch noch nicht gethan, sondern mich hingehalten, und warnoch ein neuer Befehl vom Jahr 1669 nöthig.Ferner wollen die Schiefbahner Scheffen die fünf viertelMorgenMertes-Land unweit der Kapelle mit Steuern undAbgaben belegen, obgleich es frei ist, und von Ew. Churfürstl.Durchl. als frei von allen Abgaben erklärt ist. Diese fünfviertel Morgen Mertes-Land, auch Weyersfeld, in Wahrheitaber Vinfeld genannt, weil es früher an den Vin=Hof gehörthat; mit Gutheißen der Obrigkeit wurde es vom Vin=Hofeabgetheilt und an die Kirche zu Anradt, an St. Mertes Altargegeben; darnach ein Häuslein darauf gebaut welches daraufauch anMertes genannt wurde, wie heute noch der Platzgenannt wird. Dies Gütchen habe ich gekauft und habe dieLasten ein für allemal an die Kirche zu Anradt abgetragenlaut Dokument. (Darauf folgen noch einige Klagepunkte überungebührliches Benehmen und Vexationen der Scheffen 2c.)##