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Die Kapelle 'Klein-Jerusalem' bei Neersen
Entstehung
Seite
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73—anderen kirchlichen Diensten vermacht seien. Als nun1815 durch den Wiener Congreß die hiesige Gegendan Preußen gekommen und die eingezogenen geistlichenGüter Domänengut geworden waren, wandte sich derKirchenvorständ 1818 an die königlich preußische Re-gierung um Rückgabe der Kapellen=Grundstücke, undführte zu dem Zwecke mit der Regierung einen lan-gen Prozeß, jedoch auch ohne den gewünschten Erfolg.Da die Regierung die Beweisstücke des Kirchenvor-standes nicht für klar und evident genug befand, schlugsie 1832 folgenden Vergleich vor: „der Kirchenvor-stand möge die fraglichen Grundstücke, circa 7 Mor-gen, für 200 Rthlr. von der königlichen Domänen-Verwaltung ankaufen“, der auch im selben Jahreangenommen wurde. Der Kirchenvorstand kaufte dieGrundstücke, verkaufte sie aber später mit obrigkeit-licher Genehmigung wieder an Private.So ist die Kapelle, abgesehen von einer vor eini-gen Jahren gemachten kleinen Stiftung, aller festenEinkünfte beraubt und nur auf die Mildthätigkeit,insbesondere der frommen Pilger, angewiesen.Der Gottesdienst in der Kapelle wird gegenwär-tig in folgender Weise gehalten: Von Zeit zu Zeitwird die h. Messe dort gelesen; doch sind außer fol-genden Festtagen keine bestimmte Tage dafür angesetzt.Als besondere Feste werden in der Kapelle mit beson-derer Feierlichkeit gehalten: das Fest Christi Himmel-fahrt; schon an beiden Tagen vorher finden sich diePilger zahlreich ein. Am Tage vor Christi Himmel-fahrt zieht die Bittprozession, nach vorherigem Hoch-amte in der Pfarrkirche, zur Kapelle; dort sind dannin der Regel zwei Hochämter. Abends ist in derKapelle Vesper und Predigt. Am Feste selbst istdas feierliche Hochamt und die Predigt in der Ka-pelle, sowie auch Nachmittags die Complet.Das andere Hauptfest der Kapelle ist Mariä Ge-