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Die Kapelle 'Klein-Jerusalem' bei Neersen
Entstehung
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21—Nach Vollziehung dieses Befehles und Bestrafungder Schuldigen, scheinen die Beschädigungen seinerBaumanlagen nachgelassen zu haben. Auch bei derErbauung eines Pilgerhauses, dessen wir oben Er-wähnung gethan, hatte Vinhoven mit einigen eigen-nützigen Gegnern zu thun. Er hatte durch den Chur-fürſten ein Stück Land zum Hauſe und Garten un-entgeltlich erhalten. Die Schöffen von Schiefbahnund andere Beamten des Amtes Liedberg, namentlichder Amtmann H., verzögerten, wie Vinhoven klagt,aus Eigennutz, um ihn zur Zahlung einer Geldsummean sie zu bewegen, die Ueberweisung des Grundstückes:drei Jahre lang, von 1668—1671, hielten sie ihn mitallerlei Ränken hin, und verhinderten dadurch denBau. Darüber klagte er beim Churfürsten, woraufdie Schöffen angewiesen wurden, das betreffende Grund-stück ihm zu überweisen. Aus dem, genannter Klagebeigefügten, umständlichen Berichte geben wir die Haupt-ſache im Anhange sub Nro. 5.Auch klagt Vinhoven ferner in dieser Beschwerde-schrift, daß man ihm Einquartierung zugeschickt, undwährend er krank dalag und sie nicht annehmen wollte,ihm das Billet auf's Bett geworfen habe. Endlichsagte er in dieser Schrift, daß er, da des AmtmannesWirthshaus ein Bettlerhaus geworden, und da er seinPilgerhaus nicht in das Loch habe bauen können, seineignes Haus zum Pilgerhause habe einrichten undbrauchen müssen. — Die Geistlichen seien meist beiihm eingekehrt, so wie auch andere Pilger, die keinUnterkommen hätten finden können; ebenso auch vieleKranke, so daß er oft die Scheune dazu habe be-nutzen müssen.Auf diese Beschwerde kam der churfürstliche strengeBefehl, ihm das betreffende Grundstück zum Pilgerhausezu übergeben; wahrscheinlich aber ward Vinhovendurch seine Krankheit verhindert, das Haus jetzt zu