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Die deutschen Herbergen
Entstehung
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In der Sammlung

Sozialer Fortschritt"

erschienen bisher:

1) Sombart, Prof. Dr. W., Breslau: Warumsollte sich heule jedermann für Fragen derVolkswirtschaft und Sozialpolitik interes-sieren?

Das Heftchen deckt die vielen Bezieh-ungen auf, die jedermann heute zu der Lehrevom Wirtschaftsleben hat und zeigt die Not-wendigkeit für alle, sich nach Kräften um dieMehrung ihrer volkswirtschaftlichen und sozial-politischen Kenntnisse zu mühen.

2) Schulz, HI. v.: Koalitionsrecht!

Schulz ist Vorsitzender des BerlinerGewerbegerichts. Wer über die ewige Unzu-friedenheit unserer Arbeiter klagt und ihnenGleichgültigkeit in nationalen Fragen zum Vor-wurf macht, lese diese kleine Schrift von Schulz.Er wird manches anders ansehen lernen und be-greifen, dass es für die Gebildeten an der Zeit i-t,ihre Stellung zur Arbeiterschaft zu revidieren."

(Freistatt, München igo4, S. 376.)

3) Timmermann, W. Was will die Boden-reform? Wodurch erstrebt sie eine Besse-rung der Wohnungsverhältnisse? Mit Vor-wort von A. Oamaschke, Vorsitz, d. Bundesder deutschen Bodenreformer.

Inhalt: Geschichte der Bewegung, Abrissder Bodenreformtheorie, Ziel der Bodenreform,heutige städtische Wohnungsverhältnisse, Be-deutung einer Wohnungsreform, die Woh-nungsfrage und die öfientliche Meinung.Aufgaben des Staates: Hypothekarreform,Städteordnung, Preussisches Wohnungsgesetz. Aufgaben der Gemeinde: Erbbaurecht,Bauordnung, Bebauungsplan. Steuerpoli-tik: Steuer nach dem Nutzungswert, Steuernach dem gemeinen Wert, Umsatzsteuer, Zu-wachssteuer, Kiautschou.

Dieses Heftchen wurde von der Presseals mustergiltig geschrieben bezeichnet, es wirdauch im Vorw'ort vom Vorsitzenden des Bundesder deutschen Bodenreformer, A. Damaschke,warm empfohlen.

In diesem geschmackvoll ausgestattetenHeftchen gibt unser Bundesfreund eine knappeund übersichtliche, jedoch trotz der Kürze derFassung keinen wesentlichen Punkt unberührtlassende Erörterung des Themas Wohnungs-frage und Bodenreform. Auf allen behandeltenGebieten sind die Ansichten der massgebendenAutoritäten zur Darstellung gebracht und dieAusführungen des Verfassers durch das neuesteund zuverlässigste Zahlenmaterial gestützt. Beidem auf Massenauflage berechneten, überaus bil-ligen Preis sollte die zur Verbreitung unsrer Ge-danken ausserordentlich wertvolle Schrift bald inden Händen aller Bodenreformer sich befinden."(Erich Neuhaus inDewtsclie Vollcs-stimme" April igo4.)

(Siehe auchHeilage zur Allgemei-nen Zeitung" u.Yolkszeitg.", Berlin.)

4) Agahd, K.: Kinderarbeit und Kinderschutz.

Der Verfasser, dessen Arbeiten manhauptsächlich die Kenntnis der Zahl und derVerhältnisse der gewerblichen Kinderarbeit ver-dankt, fasst hier seine Ergebnisse kurz zu-sammen, weist auf die Verhältnisse in denandern Kulturländern hin und bespricht danndas Reichsgeseiz lietr. R-gelung der Kinderar-beit dessen Text er zum Schluss folgen lässt."(Deutsche IMer.-Zeitff. 21.jj. 1904.)

5) Ostwald, H.: Unsere armen Wanderndenund wie sie unterstützt werden.

Verf. schildert hier die derzeitigen Ver-hältnisse der Wanderarmut und des Unterstüt-zungswesens, das Leben in den Stationen undArbeiterkolonien, deckt die Mängel und Schä-den dieser Einrichturgen auf und zeigt, wo hierin erster Linie die bessernde Hand anzulegenist. Zur Frage der Arbeitslosenversicherung bil-det der Aufsalz einen schätzenswerten Beitrag.

(Siehe auchBerliner Tageblatt",

Leitartikel vom 25 .j6: 1904.)

6/7) ünold, Dr. J.: Wie das Wahlrecht war,wie es ist, und wie es, zumal in dendeutschen Einzelstaaten, werden soll!

(30 Pf.)

Verfasser, bekannt durch seineKultur-Aufgaben des modernen Staates", erör-tert, wie das Wahlrecht war, wie es ist undwie es, zumal in den deutschen Einzelstaaten,werden solle. Es ist ein erster Versuch, in soengem Rahmen eine zusammenfassende Dar-stellung zu bieten. Verfasser deckt die Mängelund Schwächen der heutigen Wahlsysteme amund belegt sie statistisch, gibt dabei aber gleich-zeitig sehr schätzenswerte Anregungen zumAusbau und zur Aenderung des Wahlrechts.Das Heftchen ist keineEintagsbroschüre",sondern beansprucht dauernden Wert.

Die Unoldsche Schrift bietet schon beider Fülle des historischen und politischenMaterials, dann aber auch wegen ihrerübersichtlichen und prägnanten Abfassungeinen sehr schätzenswerten Beitrag zur Wahl-rechtsfrage, der für jeden Politiker undaufmerksamen Beobachter unserer staatlichenEntwicklung von Interesse ist."

(Münch. Netteste Nachr. ig.\5- 1904.)

8) Katsoher, L.: Japanische Wirtschafts-und Sozialpolitik.

Verfasser bietet nach besten Quelleneinen hochinteressanten Beitrag zur japanischenWirtschafts- und Sozialpolitik und zeigt, wieauch das japanische Wirtschaftsleben ganz ähn-lich dem europäischen seine Entwicklung zumIndustrialismus und Kapitalismus genommen hat.

Warm empfohlen inZeitschrift fürSoziahvissenschaft",Monatsschrift fürStadt u. Land" u.Basler Nachrichten".