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die durch irgend ein persönliches Unglück, durch schlechte Fa-milienverhältnisse, durch verkehrte Erziehung, oder durch irgendeine leichtsinnige Stunde, durch die Folgen eines Verbrechens ausihrer Lebensbahn gerissen wurden, und nun herumirren — auchdiese werden eine besondere Fürsorge beanspruchen. Bei ihnenwürde eine Arbeitslosenversicherung doch einlach versagen. Gibtes doch neben solchen, die aus materieller Not, aus Arbeitslosig-keit wandern, auch viele, die von anderen Nöten auf die Land-strasse getrieben werden. So wäre es wohl verkehrt, wenn dasHeil von einem einzigen Unterstützungswesen erwartet werdensoll. Alle sind wert, dass sie sich entwickeln, dass sie ausgebautwerden, damit das Wandern von seinen Abgründen befreit, damites für unser Volk ein Born der Erfrischung und Schönheit werde,damit nicht soviel vielversprechende Fähigkeiten zugrunde gehen,sondern der Bursch wieder fröhlich seine Strasse ziehe mit demSang:
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,Den schickt er in die weite Welt! . . .
Literatur: Der Wanderer, Bielefeld. — Schriften des Deutschen Voreinsfür Armenpflege und Wohltätigkeit, Leipzig. — Vierteljahrshefte zurStatistik des Deutschen Eeiches. — Die Fürsorge für Obdachlose in denStädten, von Stadtrat Dr. Münsterberg und G. 0. R. v. Massow, Berlin.— Die Bekämpfung der Landstreicherei, von H. Ostwald, Stuttgart 1903. —Korrespondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch-lands. — Der Gewerkverein. — Mitteilungen des Gesamtverbandes derchristlichen Gewerkschaften Deutschlands.
Druck von Fr. Andrä's Nachf. in Leipzig.