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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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U3 Fragen über die Ventilation

kälteren Luft, und sie ist desshalb das Bewegende und es fehltdabei jede Vorrichtung, die nur entfernt dahin zielen könnte,durch Saugen ein Vacuum herzustellen. Wäre der Kamineinem Vacuum vergleichbar, so müsste er die Luft gleich-zeitig unten und oben, durch alle Oeffnungen einsaugen.Die Thätigkeit des Kamins ist lediglich die Folge des un-gleichen specifischen Gewichtes zweier ungehindert mit ein-ander communicirender Luftsäulen. Je wärmer und leichterwir die Luft im Kamine machen, desto mehr wächst dasUebergewicht der Druckkraft der kalten Luft, desto lebhaf-ter wird die Bewegung. Auf den Wegen aber, auf denenbei unseren Feuerungen die kältere Luft die wärmere vorsich her treibt, wird sie vom Brennstoff selbst wieder erhitztund leichter gemacht, so dass die nämliche Luft, welcheeine andere fortgedrückt hat, nun wieder von der nachfolgen-den gedrückt wird. So einfach diese Verhältnisse sind, sosehr sie wissenschaftlich längst begründet und anerkanntsind, so zäh gehen nach meiner Erfahrung Laien und Prak-tiker darauf ein, dieselben zu einer streng logischen Vor-stellung zu gestalten, und so leicht verfallen sie wieder aufsolche Vorstellungen, in denen das active Bestreben einerwärmern Luft, in einer kältern Luft aufzusteigen, und käl-tere Luft nachzusaugen, in denen der luftleere Raum undin Folge davon ein activer Zug wieder die Hauptrolle spielt.Ich habe bei solchen Erörterungen öfter- eiri Gleichniss, einBild gebraucht, was schon Manchem eingeleuchtet hat, wess-halb ich es bei dieser Gelegenheit mittheilen will. Man denkesich statt Luft tropfbare Flüssigkeiten. Die Luft in den Ka-minen sey Oel und die umgebende kältere Luft sey Wasser.Man denke sich ein grösseres Glasgefäss mit Wasser gefüllt.In dieses stelle man eine unten und oben offene nicht zuweite Glasröhre, welche mit Oel gefüllt und mit zwei Korkenverschlossen ist, den Kamin mit seinem Inhalt an wärmererLuft vorstellend, so hinein, dass das Wasser noch wesentlich