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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
81
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von Dr. Max Petten kofer. 81

Zimmers, in dem mehrere Möbel und Schränke stehen,welche den Luftcubns auf etwa 3000 Cubikfuss reduciren,sorgfältig geschlossen waren, zündete ich am 7. März 1857in einem gut ziehenden Windofeh Holzkohlen an, von denenin 1 Stunde 595 Grammen verbrannten. Der Kohlensäure-

gehalt der Luft war

Uhr Min.

pro mille

Zimmerten) peratu r

um 12 30

6,00

bei 30» C.

1 -

3,07

25» Q.

1 30

2,04

240 c.

Uhr

Min.

um 11

30

* 11

34

12

30

1

30

* 2

30

Am 9. März wurde der Versuch wiederholt und in einerStunde 2 Pfund Holzkohlen verbrannt. Kohlensäuregehaltder Luft

pro mille Zimmertemperatur14,09 bei 23,5° C.13,18

5,12 190 C.

2,15 18° G.

1,20 170 C.

Die Temperatur der äussern Luft blieb während desVersuches auf 0° C.

Am 20. Oktober 1857 wurde der Versuch wiederholt,aber die Kohlensäure aus doppelt kohlensaurem Natron undverdünnter Schwefelsäure entwickelt, weil beim Verbrennender Kohlen trotz des lebhaftesten Zuges im Windofen stetseine erhebliche Quantität Kohlenoxydgas sich bildet, wo-durch ich mir am 9. März ein zwar rasch vorübergehendes,aber sehr heftiges Unwohlseyn eine Intoxication mit Koh-lendampf zugezogen hatte, welches mich beinahe an derBeendigung des Versuches, der weder das Oeffnen einerThüre, noch eines Fensters erlaubte, gehindert hätte.Nach völliger Beendigung der Entwicklung am 20. Oktoberund Mischung der Luft mit einem grossen Fächer betrugder Kohlensäuregehalt derselben

Pettenkofer, Luftwechsel. (j