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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
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Ich erlaube mir nun, auf einige allgemeine, für dieVentilation wichtige mehr wissenschaftliche Erörterungeneinzugehen. Dieselben dürften sich am besten an folgendefünf Fragen knüpfen lassen:

1) Wann kann man die Luft einer Wohnung gut undrein heissen?

2) Wie gross ist der natürliche Luftwechsel in denZimmern, und auf welche Weise lässt sich derselbe am zu-verlässigsten bestimmen ?

3) Welche Verhältnisse wirken vermehrend oder ver-mindernd auf die Grösse des natürlichen Luftwechsels ein?

4) In welchen Fällen wird eine künstliche Ventilationnothwendig?

5) Welche sind bis jetzt die gebräuchlichsten Metho-den der künstlichen Ventilation, und welche verdient denVorzug?

Erste Frage: Wann heissen wir die Luft eines Wohn-zimmers gut und rein?

Um über das Bedürfniss der Ventilation richtig urtheilenzu können, muss man bestimmte Anforderungen an die Be-schaffenheit der Luft zu stellen wissen. Eine Luft kann inzweifacher Beziehung unrein seyn,

1) sie kann fremdartige Stoffe enthalten, welche durchihre Qualität uns nachtheilig sind, oder

2) sie kann die normalen Bestandteile in einem ab-normen Mischungsverhältnisse enthalten.