Druckschrift 
Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60 Ueber die Ven tilations- Appara le

ausmacht, darf man eigentlich gar nicht in Rechnung bringet),wenn man darnach trachtet, diesen Apparat in allen Spi-tälern einzuführen; denn dann müsste man den überschüs-sigen Wasserdampf mehrerer Apparate jedenfalls verlorengehen lassen. Ich betrachte als den eigentlichen Gewinn,den die Aufstellung des Apparates zur mechanischen Venti-lation eingebracht hat, die principielle Ueberzeugung, dassnur sie den Anforderungen der Hygiene entspricht. DieKosten durch einfachere und wohlfeilere Construction undBetriebsart zu vermindern,' kann als eine Aufgabe unsererfernem Thätigkeit auf dem Gebiete der mechanischen Venti-lation fortan bezeichnet werden. Ein bedeutender Fortschrittist in neuester Zeit hierin durch einen belgischen Ingenieur,Herrn Dr. van Hecke in Brüssel, gemacht worden.

5. Ventilation und Heizung des Pavillons Nr. 4 imSpitale Beaujon nach dem Systeme von van Hecke.

Dr. van Hecke wurde vor einiger Zeit nach Paris be-rufen , um einen der vier Flügel des Spitals Beaujon mitseiner Heizung und Ventilation zu versehen. Die Directionder Assistance publique von Paris beabsichtigte wesentlich eineVergleichung der Leistungen und Kosten des van Hecke'schenApparates mit denen in Lariboisiere. Grassi hat eine höchstwerthvolle Untersuchung auch über diesen Apparat ange-stellt und dieselbe in den Annales d'hygiene publique et demedecine legale, 2 me serie, 1857, Tome VII, Paris, chezBailiiere et fds, veröffentlicht.

Der van Hecke'sche Ventilationsapparat hat mich inhohem Grade befriedigt. Er war mir eine factische Bestä-tigung von der Richtigkeit mehrerer schon lange gehegterund auch mehrfach ausgesprochener Ansichten. Fast alleunsere bisherigen Ventilationsvorrichtungen sind unter dem