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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Max Pettenkofer. 41

im neuen Gebärhause, zwischen Ofen und Mantel Luft indie Säle bringt. Die Oefen im allgemeinen Krankenhausesind anders als im Gebärhause; in letzterem hat jeder Saalseinen eigenen Ofen, während im allgemeinen Krankenhauseein Ofen drei über einander liegende Säle zu heizen hat.Der Ofen ist nämlich eine colossale gusseiserne Rohre, welchesich durch die drei Etagen hinauf fortsetzt und im Erd-geschosse geheizt wird. Sie ist mit einem Mantel umgeben,der in den Sälen an verschiedenen Stellen in der Form vonZierrathen durchbrochen ist, durch welche die zwischenMantel und Ofen strömende frische Luft in die Säle tritt.Der Abzug der sogenannten schlechten Luft ist am Bodenjedes Saales, wie im Gebärhause, geht aber nur aus denSälen des Erdgeschosses direkt in das Ofenhaus und denKamin, während aus den Sälen der obern Stockwerke die-selbe durch Kanäle in den Seitenwänden abwärts gesaugtwerden muss, bis sie sich in den horizontalen Abführungs-kanal des Saales im- Erdgeschoss ergiesst und dann nachOfen und Kamin strömt. Die Anlage im Krankenhause istdie ältere und noch von Häberl selbst bereits vor 46 Jahrenausgeführt. Die Anlage im Gebärhause ist neusten Datums,und wurde mit Benützung der Erfahrungen im allgemeinenKrankenhause nach den Angaben des Hrn. Director Dr. An-selm Martin und des Hrn. Krankenhausinspectors Thorr mit, wieman erwartete, wesentlichen Verbesserungen ausgeführt, wo-für namentlich gehalten wurde, dass jeder Saal seinen eigenenAbfluss und theilweise auch seinen eigenen Zufluss für dieLuft erhielt. Zur Beobachtung wählte ich eine Arterieauf der männlichen, und eine auf der weiblichen Abthei-lung, nebst den Abzügen für die verdorbene Luft in denentsprechenden Sälen. Es waren auf der männlichen Ab-theilung die Säle 4, 15 und 22, auf der weiblichen dieSäle 31, 42 und 49. Ihre Lage ist beiläufig an den Punk-ten i und k des vorstehenden Grundrisses zu ersehen.