von Dr. Max Pettenkol'er. 39
vergleichenden wissenschaftlichen Untersuchungen unterwor-fen worden waren. Ich wollte bei dieser Gelegenheit nicht ver-säumen , auch die Ventilationsvorrichtungen, die man in Lon-don in Gebrauch hatte, zu besichtigen, obwohl mein Commis-sorium sich zunächst nur auf Paris bezog. Ehe ich meineauf dieser Reise gemachten Erfahrungen der sehr verehr-lichen Commission mittheile, erlaube ich mir, die nachmeiner Zurückkunft durchgeführte Untersuchung über dieHäbeiTsche Ventilation im allgemeinen Krankenhause mit-zutheilen. Während ich mich auf meiner Reise befand, dievon Ende April bis Anfang Juni dauerte, hatte mein Assi-stent, Herr Georg Feichtinger, den Auftrag, die Bewegungder Luft in den Kanälen des allgemeinen Krankenhauses inähnlicher Weise zu verfolgen, wie ich es im neuen Gebär-hause gethan hatte. Um diess an verschiedenen Punktenthun zu können, mussten mehrere Kanäle sowohl für dieabziehende sogenannte verdorbene Luft,, als auch für diezuströmende frische Luft aufgebrochen und mit Thürchenund Glasfenstern versehen werden. Die Disposition des Appa-rates bei übrigens ganz gleichem Principe ist im allgemeinenKrankenhause etwas verschieden von der im Gebärhause.Das allgemeine Krankenhaus besteht wesentlich aus zweiparallelen Flügeln,, die von Nordost nach Südwest sich er-strecken. Sie sind an drei Punkten, am Anfang, in derMitte und am Ende mit Querbauten verbunden, wodurchzwei Höfe gebildet werden.