von Dr. Max Fettenkofer. 35
Die offenen oder geschlossenen Fenster haben somit nur
einen geringen Einfluss auf Plus und Null, aber keinen auf
Minus gezeigt.
Theilt man die Beobachtungen nach den Sälen des ersten
und zweiten Stockwerks, so treffen auf jedes Stockwerk 110
Beobachtungen und es zeigen sich:
Erster Stock. Zweiter Stock.
Procent Procent
(südl.Hälfte25) , M isüdl.Hälfte32)
Plus 55] .. ,. „j = 50. Plus 73] .. ..C=e6,a.
^nordl. „ SO) ^nordl. „ 41$
(südl.Hälfte21) m ,_ (südl.HälftelO) „*•
Null 36] .. ,. . J=32,7. Nulll8] .. ,. 0 £= 16 > 3 -
(nordl. „ 15$ (nordl. „ 8$
(südl.Hälfte 9) (südl.Hälftel3)
Min. 19] .. . . n f=17,3. Min.19] ... J=",5-
^nordl. „ 10$ ^nordl. „ 6$
Im zweiten Stockwerke funktionirt somit derselbe Ap-parat besser, als im ersten.
Eine besondere Beachtung verdient noch das merkwürdigeVerhältniss, dass die beiden Zweigarterien, welche je einer Sei-tenarterie angehören, manchmal entgegengesetzten Zug zeigen.Ich halte dieses in sanitätischer Bücksicht für einen derwichtigsten Punkte, denn bei solchen Gelegenheiten kommtes vor, dass sich die Luft eines Saales direct in einen an-dern entleert. Mit Ausnahme zweier Seitenarterien wurdedieser gleichzeitige Plus- und Minus-Zug in den beidenZweigen derselben bei allen beobachtet. Aus der obigengraphischen Darstellung über die Bewegung in den ein-zelnen, von den X Seitenarterien abgehenden Zweigen istleicht zu ersehen, wie oft dieses Verhältniss eingetreten ist.Bei der Arterie I, welche ihre Zweige nach den Sälen 9und 19 schickt, ist es nie vorgekommen, dass ein Zweigentschieden Plus und der andere entschieden Minus gezeigthätte. Höchstens kommt vor, dass die Luft in einem Zweigeruhig war, während sie im andern eine Plus- oder Minus-Bewegung zeigte. Bei der Arterie IV aber zeigt sich diese