]8 Die Kohlensäure in der n I mos phü risclien Luft etc. .
II.
In einem zweiten Falle ergab die Methode von Gihn0,633 pro mille Kohlensäure, während ich nach der meinigen0,611 erhielt.
III.
In einem dritten Falle, wo die Luft aus dem Freiengenommen wurde, ergab die Aspiration 0,409 pro mille, wäh-rend meine Methode 0,452 pro mille Kohlensäure ergab. Hierist die Differenz etwas grösser, aber sie kann möglicherweise. durch einen Wechsel im Kohlensäuregehalt der Luft selbstveranlasst seyn, denn nach der Aspirationsmethode erhältman nur den mittlem Kohlensäuregehalt aus einem längernZeitraum (5—6 Stunden), während meine Methode denselbengerade zu einer bestimmten Zeit angibt. Jedenfalls aberersieht man, dass meine Methode eben so gute Resultategibt, wie alle übrigen. Sie hat aber vor allen übrigen dengrossen Vortheil der leichten Ausführbarkeit, und dass siegestattet, die Luft in beliebig kleinen Zeitabschnitten undan beliebigen Stellen ein und desselben Raumes zu unter-suchen, z. B. am Fussboden und an der Decke eines Zimmers.Ich hege die volle Ueberzeugung, dass sie sich sogar alsmeteorologisches Instrument zur regelmässigen Beobachtungdes Kohlensäuregehalts der freien Atmosphäre eignen wird. —Es wäre gewiss nicht ohne Interesse, den Kohlensäuregehaltder freien Atmosphäre ein ganzes Jahr hindurch mit täg-lichen, oder selbst halbtäglichen Beobachtungen zu verfolgen.Die Zeit, welche meine Methode zur Ausführung von Seiteneines wissenschaftlichen Experimentators erheischt, kann nichtauf mehr als '/ 2 Stunde angeschlagen werden, alles Uebrige(Reinigen, Trocknen der Flaschen etc.) kann man durchjeden Diener verrichten lassen.
Zur leichtern Versinnlichung meiner Beschreibung legeich eine lithographirte Abbildung des ganzen Apparates bei,dessen ich mich bedient habe.