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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Max Pettenkofer. \\

merk mal für mehrere Flaschen dienen, da es kaum vor-kommen wird, dass selbst unter 20 Flaschen 2 die gleicheAnzahl von Cubikcentimetern fassen.

Vor Anwendung zur Kohlensäurebestimmung müssendie Flaschen inwendig ganz trocken seyn. Man trocknetsie in einem Sandbade oder auf einem Ofen, und beschleu-nigt die Verdunstung des Wassers in den so erwärmtenFlaschen durch öfteres Einblasen von Luft mittelst eineskleinen Handblasebalges. Die getrockneten Flaschen stelltman an den Platz, wo man die Luft untersuchen will, da-mit das Glas die Temperatur der zu untersuchenden Luftannehme. Neben die Flasche stellt man ein Thermometer.Sobald sich die Temperatur constant zeigt, kann mau da-mit beginnen, die Flasche mit Luft zu füllen. Hiezu bedientman sich eines kleinen Handblasebalges, über dessen Ven-tilöffnung ein Messingrohr vom Durchmesser des Ventilesbefestigt ist, so wie es die beigegebene Zeichnung zeigt,um die Luft an einer beliebig bestimmten Stelle einsaugenzu können. Die Düse des Blasbalges verbindet man miteinem Kautschukrohre, -und dieses mit einem Glasrohre,welches weiter ist, als die Oeffnung der Düse, und bis aufden Grund der Flasche reicht. Um von der Zerbrechlichkeitdes Glases nichts befürchten zu müssen, thut man gut, dasEnde des Glasrohres, welches auf dein Grunde der Flascheaufsteht, mit einem kleinen Stück Kautschukrohr zu um-geben. Das Volumen eines ßlasbalgstosses muss man bei-läufig kennen, um annähernd bemessen zu können, wie vielLuft man durch 10 oder 20 Stösse in die Flasche schafft.Man bläst die Luft unter eine mit Wasser gefüllte graduirteGlocke, welche in einer pneumatischen Wanne steht, undmisst mehrmals das Volum der eingeblasenen Luft. DerBlasbalg, dessen ich mich bediene, fördert nahezu '/ 2 Literbei jedem Stosse. Wenn ich eine Flasche von 6 Liter In-halt zu füllen habe, mache ich in der Regel 60 Stösse mit