Bevor ich zur Beschreibung meiner Methode übergehe,inuss ich die Gründe angeben, welche mich veranlasst haben,zu den zahlreichen Methoden, die wir von anerkannten For-schern wie Saussure, Brunner, Dumas, Boussingault, Watson,Regnault, Hlasiwetz und Gilm und Anderen besitzen, undwelche sämmtlich sehr übereinstimmende Resultate ergebenhaben, noch eine weitere hinzuzufügen. Ich hatte mir dieAufgabe gestellt, den Luftwechsel in unseren Wohnräumeneinem genaueren Studium zu unterwerfen, als es bisher ge-schehen war. Ich glaubte denselben am sichersten darnachbemessen zu können, in welcher Zeit und in welchem Maasseder Kohlensäuregehalt in Zimmern ab- oder zunimmt. Dahiebei aber geringe Zeitintervallen bereits sehr maassgebendsind, so sah ich mich genöthigt, eine Methode der Kohlen-säurebestimmung zu construiren, welche erlaubte, den Ge-halt einer Zimmerluft an diesem Gase von Viertel- zu Viertel-,oder doch jedenfalls von Halb- zu Halbstunde zu bestimmen,d. i., eine Methode, mit der sich viel mehr Versuche an-stellen und viel schneller arbeiten liess, als mit allen be-kannten, und die jedenfalls so genau war, als die bestender bisherigen. Es ist mir dieses mit Anwendung längstbekannter Mittel vollkommen gelungen, und es ist desshalbnicht die Neuheit, sondern lediglich die Zweckmässigkeitund leichte Ausführbarkeit des Verfahrens, welche auf dasInteresse der Gelehrten und der Praktiker Anspruch habendürften. —
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