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druckerkunst an die Stelle der zierlichen Miniatürgemäldein den Luxusexemplaren der Handschriften getreten waren,gehörten vornehmlich die grossen Anfangsbuchsta-be n mit Arabesken oder, in typographisch glänzenderausgestatteten Büchern, mit sorgfältig gearbeiteten kleinenBildern der mannichfachsten Gegenstände; die übrigensauf den Inhalt nicht grade Beziehung zu haben brauch-ten , sondern oft nur im Allgemeinen zur Zierde dienensollten. Diesem Zweck widmete auch Hol bein einAlphabet von 24 römischen Unzialbuchstaben, deren xy-lographischer Verzierung er die Motive von 22 Bildernseines grössern Tod t e ntanzes und zwei neue (beiden Buchstaben S und V) zum Grunde legte, und die,so ausgestaltet, hinter jenen weder an Geist und Kühn-heit der Erfindung, noch an gefälliger Eleganz der Aus-führung zurückstehen, ja die von Einigen künstlerischnoch höher gestellt werden und sie auch wenigstens anFeinheit entschieden übertreffen. Die unglaublich weicheZartheit in der Behandlung des Holzes verleitete früherselbst Kenner, diese Initialen für Kupferstiche zuhalten ny , was sich jedoch durch das Urtheil der kom-petentesten Männer von Fach und besonders auch durchEinzelabdrücke derselben vermittelst der Buchdruckerpresseals irrig ausgewiesen hat.