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soll, fand die Alles ergreifende und Alles besänftigendePoesie, wie J. Grimm 26 sehr schon und treffend be-merkt, eben in der Anwendung der altern Vorstellungendes wegführenden, anfallenden, tanzenden Todes aufsolche Larven eine noch lange nicht erschöpfte Quelleecht volksmässiger, naher und humoristischer Bildwerkeund ohne den rippenhaften Tod, welcher Tracht undGeberde der Lebenden nachäfft und gegen das blühendeLeben grell absticht, ginge der Reiz und die Eigentüm-lichkeit dieser Erfindungen verloren. Manchen Andernfreilich erregte das Beingerippe grosses Ärgerniss. Beidem alten Moscherosch z. B. schilt der Tod selbstdie Kupferstecher, die Maler und Inventores recht un-verständige Tropfen und Esel, dass sie, die Todten mitihm selbst verwechselnd, ihm deren Beine anmalten 27 ,und besonders Lessing drang darauf, das scheuslicheGerippe aufzugeben und sich wiederum in den Besitz je-nes bessern Bildes (aus dem griechischen Alterthume) zusetzen; doch Hess er selbst wenigstens das humoristi-sche Element in der verschmähten Vorstellung des Kno-chenmannes praktisch gelten, wenn er in seinem aller-liebsten Zechliede erzählte: Drohend schwang er seineHippe, Drohend sprach das Furchtgerippe: Fort,du treuer Bacchusknecht! Fort, du hast genug gezecht. —