Gravieren von Filetstempeln für die Buchbinderei,bald auch von Petschaften u. dgl. So brachte ihnsein Handwerk auf den Weg des Kunsthandwerksund der Kunst, denn bald legte er sich auch aufsKupferstechen und Holzschneiden. Natürlich mußteer dazu zeichnen können. Und tatsächlich brachteer es hierin zu vollendeter Meisterschaft, und zwardurchaus als Autodidakt. Denn wenn der strebsamejunge Handwerker sich bei diesem oder jenemOöttinger Künstler Rats zu erholen versuchte, fander nur vornehme Abweisung. Durch das Stechenvon Stammbuchblättern und Kupfern für Almanachegewann er allmählich Ruf und bedeutendere Auf-träge. So stach er 1837 für den HannoverischenKunstverein das Gemälde Karl Österleys d. Ä. dieTochter Jephthas in Kupfer, wobei er sich desguten Rats des Malers zu erfreuen hatte. Daseigentliche Lieblingsfach Lödels aber wurde dieHolzschneidekunst, die zu seiner Zeit nach jahr-hundertelanger Vernachlässigung zu neuem Lebenund Ansehen erwachte, nicht am wenigsten durchLödels Altersgenossen Unzelmann in Berlin.
Die Kopie eines Blattes aus Holbeins Totentanz,(der Krämer), die er zu seiner Übung angefertigthatte, gewann ihm die Achtung und das Zutrauen