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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
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Hohlhippeneiscn; das erste Waffeleisen ist würfelartig, das zweitefeiner earirt und das dritte mit verschiedenen Figuren oder klei-nen Sternen versehen. Die Eisen werden vor dem Gebrauchtrocken ausgewischt, dann von beiden Seiten gehörig durchwärmt,und jedesmal, bevor man die Masse einfüllt, mit einem StuckSpeck überstrichen. Die Waffeln backt man immer über hell-brennendem Feuer, und man läßt sich dazu vorher ganz kleingehauenes Holz besorgen, welches man zu diesen Endzweck ineinem Kasserolleloche oder Windosen hellbrennend erhält; mankann aber das Feuer auch auf dem Heerde anmachen, jedochmuß man alsdann einen Dreifuß darüber stellen, damit mandas Waffeleisen beim Backen daraus legen kann.

Bärmwaffel,t.

Man nehme hierzu ein Pfund feinen Mehls, ein halbesPfund frischer Butter, vier Loth gestoßenen Zuckers, das Gelbevon acht Eiern, zwei Loth trockner Bärme oder anstatt derselbenzwei Tassenköpfe voll dicker Weißbierhefe nnd ein halbes QuartSahne, und verfahre damit wie folgt:

Nachdem man die trockne Bärme mit etwas lauwarmerMilch klar gerührt hat, thut man eine Hand voll Mehl dazu,macht hiervon einen dünnen Teig, nnd läßt ihn an einem war-men Orte aufgehen. Unterdessen rührt man das übrige Mehlmit der Sahne, dem gestoßenen Zucker nnd einigen Prisen Salzzusammen klar, thut dann das Gelbe der Eier und die mittler-weile geklärte Butter dazu, schlägt diese Masse iu eiuem etwasgroßen Topfe mit einem Holzlöffel gnt zusammen, thut den auf-gegangenen Stellteig dazu, verdünnt diese Masse noch mit etwasSahne, so daß sie einer dicken Eierknchenmasse gleicht, stellt nunden Topf an einen warmen Ort, nnd läßt die Masse darin auf-gehen. Ist dies erfolgt, so nimmt man mit einem Anrichte-löffel die Masse, ohne sie nieder zn drücken, behutsam heraus,füllt sie iu das nach Vorschrift bereit gehaltene, heiße Waffel-eisen, backt sie von beiden Seiten hellgelb, was jedoch nichtzu schnell geschehen darf, weil die Waffeln sonst nicht genugaustrockne», und leicht weich werden; denn sie müssen locker unddabei eroquant sein. Man bestreut die Waffeln alsdann mitgestoßenem Zucker, welcher mit etwas gestoßener Vanille odergestoßenem Zimmet vermischt ist, und giebt sie auch öfters ohnedenselben zur Tafel, jedoch muß ma» in diesem Falle frischeButter dazu serviren.