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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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Backereien von mürbem Teig.

Mürber Teig auf die erste Art

Man nchmc ci» Pfund feinen Mehls, ein halbes Pfundfrischer Butter, das Gelbe von zehn Eiern und ein viertel Pfundgestoßenen ZuckerS, und verfahre damit auf folgende Art:

Man schürte das Mehl auf ein Vackbrett, mache in derMitte eine Vertiefung, thue die in Stückchen gepflückte Butter,welche, wenn sie zu salzig ist, vorher gewaschen weiden muß,sowie das Gelbe der Eier und den Zucker hinein, wirke dies zueinem recht feinen Teig zusammen, nnd rolle denselben zn seinerweiter» Bestimmung einen Federkiel dick ans.

Mürber Teig auf die zweite Art.

Man nehme ein Pfund feinen Mehls, drei viertel Pfundfrischer Butter, eiu viertel Pfund gestoßenen ZuckerS und daSGelbe von acht rohen und sechs hartgekochten Eiern, mache hier-von aus die angegebene Weise eine» Teig, und rolle ihn wie denvorigen aus.

Mürber Teig auf die dritte Art.

Ma« nimmt eiu Pfund feinen Mehls, zwei ganze Eier, dasGelbe von vier andern, drei viertel Pfund frischer Butter undeinen Tassenkopf voll Sahne, wirkt dies ohne Zucker zu einemTeig zusammen, klappt denselben, wie den Butterteig, dreimalüber einander, nnd rollt ihn wie die früher» aus.

Mürber Teig auf die vierte Art.

Ma» nehme ein Pfund feinen Mehls, ein Pfnnd frischerButter, das Gelbe vou zehn Eiern, ein viertel Pfuud fein ge-stoßenen ZuckerS, das Gelbe von sechs hart gekochten Eiern, einviertel Pfund fein geriebener Mandeln und einen halben Tassen-kopf voll guten Jamaika - NumS, mache hiervon einen gutenTeig, klappe denselben nochmals über »iiianker, nnd rolle ihngut ans.

Ans diesen hier angeführten Teigmassen werden sämmtlichemürbe, dünne Torten nnd Fruchtkuchen auf die unten näher an»gegebene Art zusammengesetzt. In den meisten Kochbüchern,welche nicht selten von Unkundigen herausgegeben sind, werdendiese Massen so bunt durcheinander geworfen, daß eS selbst einem