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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
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48 Die Enthiillungsfeier.

geht. Wir wollen dabei hinausrufen von dieser Stätte dieTageslosung, die ihren Widerhall finden wird allüberall, woachtes Künstlerthum verstanden und gehegt wird: den unsterb-lichen Namen des Altmeisters deutscher Kunst:

Peter Cornelius!

Freudig darf sich heute unsere Stadt aufs Neue der Ehrerühmen, Geburtsstätte und Wiege wie Zeugin seiner Jugend-jahre und künstlerischen Entfaltung gewesen zu sein. Bisherhat von diesem glücklichen Begebniss äusserlich nur einekleine Gedächtnisstafel Kunde gegeben, welche des Meistersunscheinbares Geburtshäuslein in der Kurzenstrasse bezeichnet,dem wir so eben im Vorüberziehen unsern Ehrengruss dar-gebracht haben. Das soll nun anders und das Gedächtnissan unsern grossen einstigen Mitbürger durch ein würdigeresDenkmal für fernste Zeit gesichert Averden.

Die erste Anregung hierzu gab vor nunmehr zehn Jahrendie Semi-Saecularfeier der hiesigen Kunstakademie und die damitverbundene Enthüllung des benachbarten Denkmals für Wilh elmvon Schadow. Da lag es ja nahe, auch das Gedächtnissseines grossen Vorgängers durch ein Standbild zu ehren.

Lassen Sie mich Ihnen jetzt, Averthe Anwesende, hier,wo die Stunde mit der Ungeduld der Erwartung drängt, nurin Kürze ein Bild von des Meisters Leben und Wirken vor-führen, das ich nicht besser, als an der Hand seiner gleich-falls hergeeilten verdienstvollen Biographen Ernst Försterund Hermann Riegel zu geben weiss.

Peter Cornelius wurde am 23. September 1783 hiergeboren. Als Sohn des Gallerie-Inspektors Aloysius Corneliusund dessen Ehegattin, einer gebornen Cosse, war er von7 Kindern das vierte und der jüngere der beiden Söhne.Früh schon zeigte . sich bei dem lebhaften Knaben der an-geborne Sinn für die Kunst.

Wie einst Achill, vor Seherspruch in Weiberkleider ver-steckt, den künftigen Helden verrieth, als er, zwischen gleissen-dem Tand und kriegerischen Waffen wählend, zum Schwertegriff, so das Kind Cornelius, das, als ihm eine neue schim-mernde Silbermünze bei einem unscheinbaren Kreidestift vor-gehalten wurde, diesen genommen und eifrig damit an dieWand gemalt haben soll.

In seinen Kinderjahren schon als Lehrling dem Vaterzur Hand, wurde er von diesem zu fleissigem Zeichnen an-