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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
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38 Der Pestzng.

Der Prinz, welcher von seinem militairisclien Begleitei', Herrn Majorvon Liebenau, und dem zur Dienstleistung bei ihm commandirtenLieutenant von Jacobi begleitet war, wurde bei seiner Ankunft aufdem Cöln-Mindener Bahnhofe von dem Regierungs-Präsidenten Herrnvon Hagemeister empfangen und von diesem zum Regierungs-Präsidial-Gebäude in der Mühlenstrasse geleitet. Auf dem Wege dorthin durchdie Königs-Allee, die Elberfelder Strasse und die Alleestrasse wurde derPrinz überall von den dichten Gruppen, die sich zu seinem Empfangeaufgestellt hatten, freudig begrüsst.

Im Präsidial-Gebäude liess Seine Königliche Hoheit sich die zur Zeitin der Stadt anwesenden Spitzen der Civil- und Militairbehörden sowieder städtischen Verwaltung vorstellen und nahm ein Frühstück an, zuwelchem die Genannten ebenfalls Einladungen empfangen hatten. Sodannverweilte der Prinz im Präsidial-Gebäude, um von hier aus den vorüber-schreitenden Festzug in Augenschein zu nehmen.

Zum Sammelplatze der Theilnehmer an dem Festzuge war die alteAkademie bestimmt worden, jener Anbau an dem einstigen, nunmehrdurch Feuersbrunst zerstörten und abgetragenen Düsseldorfer Schlosse,den Kurfürst Johann Wilhelm zur Aufstellung seiner berühmten, jetztin der Münchener Pinakothek befindlichen Geinäldegallerie errichtet hatte.

Gegen" 10 J M Uhr Vormittags, dem zur Versammlung der Festtheil-nehmer bestimmten Zeitpunkt, strömte es denn von allen Seiten demBurgplatze und der Akademie zu: Zuschauer und Mitwirkende, Costümirteund Nichtcostümirte, Fussgänger und Berittene.

Diejenigen Mitglieder des „Malkastens", welche costümirt am Fest-zuge theilnahmen, benutzten den günstigen Umstand, dass aus der Näheihres Gesellschaftslokals die Pferdebahn bis auf den Burgplatz führt,indem sie sich in vier Waggons derselben zum Versammlungsorte beför-dern Hessen, eine originelle Erscheinung, die begreiflicherweise in allenStrassen, die sie passirte, grosses, heiteres Aufsehen erregte.

Einer Stunde etwa bedurfte es, bis der oberste Leiter des Festzuges,Herr Professor Albert Baur, der in wochenlanger, mühevoller Arbeitdie einzelnen Gruppen desselben comp'onirt und im Einzelnen ausgestattethatte, in Letzterem insbesondere durch die Herren Maler Klinkenbergund von Ernst unterstützt, die Theilnehmer gehörig geordnet hatte unddas Zeichen zum Aufbruche des Festzuges geben konnte. Es war gegenll 3 /4 Uhr.

Dem Zuge voran ritten der städtische Polizei-Inspector und einigeGensdarmen, um ihm den Weg durch die an manchen Stellen dichtgedrängt harrenden Volksmassen zu öffnen. Dann folgte Herr ProfessorBaur als erster Festzugsmarschall, den goldenen, bebänderten Stab inder Hand, begleitet von 4 Pagen in den Farben des deutschen Reiches,