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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
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Üie Cornelius-Ausstellung. 31

Mit der Veranstaltung und Leitung dieser Ausstellung, die einmöglichst umfassendes Bild der künstlerischen Thätigkeit Peters vonCornelius auf den verschiedenen von ihm betretenen Gebieten gewährensollte, war ein Sub-Comite des Fest-Ausschusses, bestehend aus den HerrenCarl Müller und E. Deger, Professoren an der Düsseldorfer Kunst-Akademie, und dem Regierungs- und Baurathe Herrn Lieber, betrautworden. Das Königliche Curatorium der Kunstakademie hatte für die Aus-stellung die Aula des neuen Akademiegebäudes, die freilich, wie der ganzeBau, noch der letzten Ausstattung harrt, in zuvorkommender Weise bewilligt.

Den Inhalt der Ausstellung bildeten Cartons und kleinere Zeich-nungen und Oelgemälde von des Meisters Hand, Stiche und Photographieennach seinen Werken. Den Saal schmückte ein Gypsabguss der vonProfessor Wittig für die Königliche Nationalgallerie in Berlin geschaf-fenen Colossal-Büste von Cornelius, die auf einem hohen Postamentean der westlichen drapirten Schmalwand des Ausstellungsraumes inmitteneines von blühenden Gewächsen gebildeten Halbrunds prangte; ihr gegen-über war die im Jahre 1862 von Director E. Bendemann entworfenePortraitzeichnung von Cornelius angebracht.

Die räumlich am meisten hervortretenden Bestandtheile der Aus-stellung bildeten die vier mit Genehmigung des Herrn Ministers Dr.Falk aus der Königlichen National-Gallerie in Berlin verabfolgten Cartons:1. die Anbetung der Könige und Hirten, 2. Christus am Kreiiz, 3. Evan-gelist Marcus und 4. Evangelist Matthaeus, die beiden Letzteren Colossal-Halbfiguren, welche sämmtlich in der Ludwigskirche zu München aus-geführt sind.

Das Ausstellungs-Comite hatte seine dem Herrn Minister gegenübergeäusserten Wünsche in erster Linie auf die Verabfolgung von Cartonszu den für den Canrpo santo in Berlin bestimmten grossartigen Gemälden,insbesondere des Cartons: „Die apokalyptischen Reiter", gerichtet, aberdie Rücksichtnahme auf die Beschädigung, welche diese in der National-Gallerie bereits definitiv aufgestellten Zeichnungen durch die Abnahmevon den Wänden, die Ablösung von den Blendrahmen und ihre wieder-holte Einrollung fast unausbleiblich erleiden mussten, nöthigte, von ihrerBewilligung abzusehen und die Versendung auf die obigen, bisher nochunaufgerollt gebliebenen Cartons zu beschränken.

Von den vorhandenen Kupferstichen nach Cornelius sei zunächstseiner Faust-Darstellung erwähnt, jener zwölf Blätter, die der damals32jährige Künstler im Jahre 1815 dem Altmeister der deutschen Dichtung,Goethe, gewidmet hat und die ein Jahr später in Stichen von Rusche-weyh in Frankfurt am Main und in Berlin erschienen sind.

An sie reihen wir die sieben Blätter Darstellungen aus dem Nibe-lungenliede mit ihrem berühmten und bewundernswürdigen Titelblatte an