I. Minden,
1. Holzbausen. Sc Exe. Hr. Alex, v. Oheimb^ Kgl. Reg.-Ratb,
Fürst!. Lippe-Detmoldscber Minister.
2. Wietersheim (1810). Hr. Frhr. v. Schlotheim, K. Kammerherr
u. Landrath.
Früher Johanniter-Komthurei.
3. Ovelgünne (1748). Hr. With. v. Püttkammer, Lieut. a. D.
4. Neuhof (1748). Oberamtmann Vogtsche Fideicommiss-Erben.
Oberamtmann Jobst Friedrich Vogt errichtete nach dem Tode seines einzigen Sohnesunter dem 27. Septbr. 1748 aus Neuhof ein Familien-Fideicommiss für seine siebenTochter mit der Bestimmung, dass deren eheliche Nachkommen mit gleichen Rechten.Erben sein sollten. Die Stiftung erhielt die Königliche Bestätigung unter dem 23. Jan.1749. — Zwei Töchter starben ohne eheliche Nachkommen, so dass jetzt nur fünf Linienoder Stämme bestehen, welche nach dem Namen der Ehemänner der Töchter des Fidei-commiss-Stiftes benannt werden, nämlich die Wedemeiersche, die Cumme'sche, dieWermuthsche, die Behrsche und die Stilische. In jeder Linie sind mehr oder wenigerErben, in der Cumme'schen über hundert. Nach der Stiftungs-Urkunde muss jede Liniedurch die Majorität ihrer grossjährigen Mitglieder einen Senior wählen, welcher dieRechte der Linie zu vertreten hat; diese Senioren wählen aus den Familien-Mitgliedernzwei Vorsteher für die_Dauer von C Jahren, welche das Vogtsche Familien-FideicommissNeuhof vertreten.
5. Haddenbausen (1709). Fideicommissgut der Familie von dem
Bus sehe oder Busche. (Stamm-Legat.)
Das v. d. Bussche-Hünefeldsche Stammlegat ist von Christoph von dem Bussche (Busche)am 1. März 1690 zu Gunsten der drei Häuser Hünefeld, Streithorst und Haddenhausengestiftet. Das Direktorium fuhren die Stammvettern, das Possessorat steht den ge-nannten drei Häusern zu.
6. Eisbergen (1747). Hr. Frhr. Ludwig Friedemunii Diomed
v. Scheitersheim.
Fideicommiss zufolge Allerhöchst bestätigter Stiftungs-Urkunde von 1753.Bedingte Landtagsfähigkeifc haben:
7. "Schlüsselburg. Hr. Adolph v, Möller.
Allerh. Urkunde v. 7. März 1843.
8. Rothehof. Hr. Th. Caesar, Aintsrath.
Allerh. Urkunde v. 7. März 1843.
Gelöscht ist wegen Zerstückelung:Petershagen. (Rescr. v. 24. Aug. 1846.)