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Unthätigkeit zuzuschreiben ist, wenn die zerstörten Ueberrestenicht rechtzeitig für die Wissenschaft gerettet worden sind. Nochin den letzten Jahren sind die wohlerhaltenen Strassenwälle aufder Heide bei Dirsturth behufs einer Wegeanlage stark vefän-dert, und, bei dem rasch vorschreitenden Acker- und Wegebau,die alten Spuren beider Heerstrassen an vielen andern Stellentheils verändert, theils vernichtet worden. Ebenso ist der Wart-hügel an der Lippe bei Wortelkamp gleichfalls in der letztenZeit zerstört und der bei Lehmhegge völlig geschwunden; vondem Warthügel »der Fuchsberg« wird die Erde von einem nah-gelegenen Hofe zu öeonomischen Zwecken verfahren, so dass jetztkaum mehr die Hälfte vorhanden; der Warthügel bei Benning-hausen wird als Sandgrube benutzt und sehr bald vernichtet sein,und selbst den Graben des Castells auf dem grossen Kamp hatman vor zwei Jahren auszufüllen begonnen, um daraus Wiesen-land zu machen, so dass dieser letzte Rest der Castellbefestigungebenfalls bald geschwunden sein wird. Was die Nachgrabungenbei Schulte Nomke betrifft, so wird auch die an den grossen Kampsüdlich anstossende Fläche, »der alte Garten« genannt, zu berück-sichtigen sein; freilich werden, bei dem verhältnissmässig nur kur-zen Aufenthalte der Römer, ihrem freiwilligen Abzüge und demUmstände, dass die Bodeneultur an der Stelle eine sehr alte ist,keine Alterthümer von einiger Bedeutung zu erwarten sein; alleinschon die fernere Auffindung von Ziegeln, Münzen und Gefäss-scherben, die den Marschlagern durchweg fehlen, wird zur Be-stätigung des Daseins eines Castells, und zwar des einzigenan dem ganzen Lippestrome, völlig ausreichend sein.