Non fingendum aut excogitandum,sed invenienduni ....
Vom R.heine bei Xanten laufen zwei römische Heerwege aus,von denen der eine dem linken, der andere dem rechten Uferder Lippe entlang zieht.
Der Heerweg des linken Lippeufers kömmt vom altenRhein südlich des Vürstenberges über Grüselmannshof, schneidetdie Chaussee von Wesel nach Dinslaken, und geht, in durch-schnittlicher Entfernung von 1000 Schritt vom Flussufer, überWelmen, Bucholt, Hünxe und Gartrop bis in die Nähe vonGahlen, wo er sich .in zwei Arme theilt, von denen der einerechts über die Hardt geht, der andere unten an der Lippe bisl \i Meile vor Dorsten, wo sich beide Arme wieder vereinigen.Gleich hinter Dorsten theilt sich die Strasse wieder in zwei Arme,von denen der eine über die Marler Heide, Recklinghausen undWaltrup bis in die Nähe von Lünen, der andere der Lippe ent-lang über Bossendorf, Ahsen'ünd : Pelkum führt, und sich kurzvor Lünen mit dem vorigen' vereinigt. Von Lünen zieht dieStrasse dann, sich immer in geringer Entfernung vom Flussehaltend, über Hamm bis Lippstadt, wo sie in einen, von Südennach Norden heraiifziehenden, grossen Ileerweg einmündet. Einehalbe Meile von Lippstadt, bei Hellinghausen, geht ein damm-artiger Weg nordwärts nach der Lippe ab, verliert sich aberalsbald in den sumpfigen Wiesen; er scheint hier über die Lippenach dem gegenüberliegenden Hofe Schulte Nomke geführt zuhaben. Der ganze Lauf der Strasse der Lippe entlang beträgt18 V2 Meilen, über die beiden Seitenarme 18 Meilen.
In dieser Erstreckung hat die Strasse nirgends mehrdeutliche Ueberreste aus der ersten und zweiten Periode be-wahrt 1 ); sie stellt sich nur als Strasse der dritten und vierten
') Nene Beiträge etc. IX.