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Ge-
w ie bei der) übrigen zahlreichen Warten an den Heerstrassen undGrenzwehreu der rechten Rheinseite: es sind entweder bloss vier-eckig aufgeworfene Hügel mit abgestumpften Ecken wie bei demHeidberg, den beiden Warthügeln auf der Marler Heide und demFuchsberg, oder der Hügel ist mit einem Graben, oder Grabenund Wall umgeben, wie bei der Hünxer Burgwart, den Wart-liücreln beiGahlen, Lünen, Benninghausen und Hellinghausen, oderman findet neben der Warte noch einen besonderen Einschlussfür die Wächter und die Vorräthe, wie dies deutlich beim Alt-Montenberg und der Hoenburg zu erkennen ist; namentlich istbei der Letzteren der höhere Warthügel mit einem daneben ge-legnen, von einem starken Walle umgebenen Vierecke, jederTheil von einem besonderen Graben umschlossen, wohl erhalten.Unter den Lagern ist die Bumannsburg deutlich erhalten, aberdurch spätere Zerstörungen und Zuthaten theilweise verändert;das Prätorium ist noch sehr gut zu erkennen und auch noch einsehr grosser Theil der äusseren Umwallung vorhanden x ). Sämmt-liche Lager geben sich durch ihre regelmässigen Entfernungenals Marsch- oder Etappen-Lager zu erkennen: von dem Lagerdes Vürstenberges ist das auf der Hardt bei Gahlen genau einenTagemarsch, 20,000 röm. Schritt = 4 Meilen, entfernt, dann folgt4 Meilen weiter die Malenburg bei Ahsen, und wiederum genau4 Meilen davon entfernt die Bumannsburg; das vierte Marsch-lager würde in die Gegend von Hültrop fallen, wo die Oertlich-keit noch nicht genau untersucht ist 2 ). —
Der Heerweg des rechten Lippeufers kömmt vom Rheinebei Bislich uud geht über Dirsfurth, nördlich von Wesel undDrevenak, dann südlich von Scherinkeck und nördlich von Dor-sten und Hervest vorbei über Lippramsdorf bis zum Annaberge,wo er sich theilt, indem ein Zweig über den Berg, der andeream Fnsse desselben geht, bis sie sich hinter Berghaltern mit ein-ander vereinigen. Jenseits Haltern theilt sich die Strasse wie-derum in zwei Arme, von denen der eine über Hullern, Olfen
') Essellen, das römische Castell Aliso. Hannover 1857.
■) Die Entfernungen sind nicht directe, sondern auf der Strasse zumessen, und wegen dm- Krümmungen der Letzteren in der Regel etwasgrösser als die directen Entfernungen.