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mit einer lebendigen Hecke, einem Gebück, gekrönt war, um denSchutz zu verstärken. Manchmal folgt auf diesen Gebückwallnoch ein Grabeu nebst glacisariigem Aufwurf. Diese Wälle undGräben hatten keineswegs den Zweck der Verteidigung, wozusie weder selbst geeignet, noch mit Vorkehrungen versehen waren,sondern bildeten nur ein passives Schutzwerk für den umschlossenenWarthügel. Eine sehr bemerkenswerthe Vorrichtung, die ich be-reits in meinem 5. Berichte erwähnt, ist die, dass sich neben derHügelwarte noch ein zweiter Erdhügel befindet, der zur Aufnahmeder Vorräthe und Wächter diente. Derselbe liegt entweder nebendem ersten, nur durch einen Graben getrennt, oder mehre Schrittedavon entfernt, und ist ebenfalls durch Wall und Graben nachAussen geschützt. Man findet diese Einrichtung nicht bloss anden Grenzwehren des Niederrheins, sondern auch an dem Heiden-graben, wovon ein hervorragendes Beispiel die Ruine auf demEselsberge bei Sayn, Kr. Neuwied, liefert: wir sehen hier aufdem höchsten Gipfel der von dem Brächsbach umschlossenen steilenBergzunge die Trümmer eines Thurmes, und einige Schritte davonauf dem niedrigeren Theile einen grösseren viereckigen Mauer-einschluss, der, sowie der Thurm als Warte, zur Aufnahme desWachtpersonals und der Vorräthe diente, das Ganze von Wällen,Gräben und den steilen Berghängen vor feindlichen Angriffe ge-sichert. Gleich wie im Gartroper Busch die beiden von einanderentfernt liegenden Hügel durch Wall und Graben . mit einanderverbunden sind, so sind auch hier der Wartthurm und die Wäch-terwohnung durch eine Mauer verbunden, die dem Rande desAbhanges entlang läuft.')
Von besonderen Interresse sind diejenigen Warten, welche. zugleich mit einem Zufluchtsorte, einer Burg, verbunden waren.
>) F. W. Schmidt (Localforschungen über den Pfahlgraben S. 64)bemerkt Folgendes: „Der Heidengraben (Pfahlgraben) .... setzt auf denbeiden sich gegenüberliegenden Felszungen über die Brachse. Die der rechtenSeite wird „der Eselsberg" genannt und an ihrem Abhänge gegen den Bachliegen die Buinen einer viereckigen c. 6 Euthen im Quadrat haltenden Befesti-gung, deren Mauern noch 4—6 Fuss über- den Boden hervorstehen, und „dieKiesenstube" oder „Biesenkammer" im Volksmunde Geissen, weil nach der Sageein starker mächtiger Biese hier gewohnt hat." Nach einer gütigen Mitthei-lung des Hrn. Dr. Fries in Bendorf sollen, nach Eeiffenbergs „AntiquitatesSaynenses", die alten Gaugrafen einst hier gewohnt haben. Es ist daher einearchitektonische Aufnahme der Baureste sehr wünschenswert!!.