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Fragt man nun noch, von welcher Art das Holzwerk, welchesbei solchen alten Erdanlagen einen wesentlichen Bestandtheil aus-machte, und in welcher Weise dasselbe angebracht war; so halteich dafür, dass der breitere Wall mit lebendigem Gehölze bedecktwar, bei welchem die Bäume — Eichen oder Buchen — in einergewissen Höhe abgekappt, und die neu hervorgeschossenen Zweigeiti die Erde umgebogen wurden, wo sie fortwuchsen, und sowohlunter sich als mit den Ranken der Brombeerstaude und wildenRose durchrlochten eine schwer zu durchdringende lebendige Mauerbildeten, die unter dem Namen „Gebück" bekannt ist, und dass-i demnach unsere Anlagen als „Gebückgräben" zu bezeichnensind, welche Benennung manche von ihnen noch heutzutageführen. Auf diese Bestimmung des genannten Walles weist sowohlseine grössere Breite als der Umstand hin, dass der obere Theilder seitlicheu Böschungen etwas gewölbt erscheint. Man siehtdiese Gebückwälle noch an manchen Stellen mit dornendurch-tlochtenem Eichengestfüpp bewachsen auf längere Strecken sichhinziehen. Die davor oder dahinter gelegenen beiden schmälerenWälle hatten den Zweck, einen tiefen Graben zwischen sich her-zustellen, um das Vordringen von Reiterei zu verhindern. Lagdieser Wallgraben nach der Aussenseite des umschlossenen Bezirkes,so hatte der Gebückwall nach Innen noch ein Banquet nebensich, welches zum Begehen der Grenzwehr durch die Wächter,oder auch zur Abwehr an bedrohten Stellen, diente; lag er ander Innenseite, so konnte der innere Seitenwall selbst zu diesemZwecke dienen.
Da die Gebückanlagen von der ältesten bis in die neuereZeit im Gebrauche waren, so ist die Ermittelung des Ursprungsunsrer rheinischen Gebückgräben eine der ferneren Forschung zu-fallende Aufgabe, die nicht ohne Weiteres durch die bekannteThatsache, dass die Gebücke im Mittelalter und der späteren Zeithäufig zur Anwendung kamen, gelöst werden kann.
Düsseldorf, im Februar 1875.
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