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Wiedthal, worauf sich dann bei Fritzenliahn noch Stücke desGrabens finden. Er vermuthet dann die Fortsetzung bis Monrepos,von welchem Punkt westlich er denselben bis Roggenfeld wiede-rum aufgefunden hat. Diese Angaben der drei genannten Forscherweichen in so vielen wesentlichen Stücken von einander ab, dassman nicht umhin könnte, deren Richtigkeit ohne Weiteres anzu-zweifeln , wenn sie nicht von Männern herrührten, deren Zu-verlässigkeit in dem Erkennen von Thatsachen mit Recht einehohe Geltung hat. Und in der That habe ich alle jene that-sächlichen Angaben, soweit meine Untersuchungen bis jetztreichen, völlig richtig gefunden, und nur die bisher festge-haltene Voraussetzung, dass von der Lahn rheinabwärts nureine einzige Grenzwehr vorhanden gewesen, als unrichtig erkannt.Indem jeder der drei Forscher einen andern Zweig auffand, dener für die unmittelbare Fortsetzung einer einzigen Linie hielt,lösst sich der Widerspruch in den verschiedenen Angaben ebendurch die richtige Erkenntniss, dass es mehre verschiedene Zweigesind, die nach verschiedenen Richtungen verlaufen, und durchspäteres Aneinanderschliessen ein zusammenhängendes Ganze bilden,wie dieses bei den Grenzwehren am Niederrhein bereits nähererörtert ist. Ich habe von der Lahn bis zur Wied nicht wenigerals fünf solcher verschiedenen Arme gefunden, zu deren Beschrei-bung ich nunmehr, unter Berücksichtigung der früheren Forschun-gen, übergehen werde.
Der erste Arm beginnt in Bad-Ems an der Lahn, und läuftvon dem dortigen Gesindehospital an einer Schlucht den Berghanghinan durch die Felder in fast nördlicher Richtung, tritt dann inden Wald, und durchzieht denselben in nordöstlicher Richtung,das Dorf Kemmenau in geringer Entfernung rechts lassend, imGanzen wenig unterbrochen bis gen Welschneudorf. Hiermit stim-men die Angaben des Oberstlieutenant Schmidt völlig überein.Aus der Gegend von Welschneudorf lässt ihn nun Schmidt nachArzbach links sich wenden, während ich aus zuverlässigen Erkun-digungen erfahren, dass sich der Graben von Welsclmeudort nochwenigstens eine Meile, an Ober- und Niederelbert vorbei, nord-wärts fortsetze. Hierüber müssen spätere Untersuchungen nähereAuskunft geben,
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