lieh, dass der Graben östlich über Sayn nach dem rothen Hahn,.und westlich über Monrepos, Leutesdorf, Hammerstein u. s. w.den Rhein hinab gegangen sei. Ausführlichere Untersuchungensind vom Jahre 1833 an durch den Oberstlieutenant Schmidtvom grossen Generalstabe angestellt worden ') Schmidt bestätigtdie Angaben Hoffmanri's über den Lauf des Heidengrabens vonder alten Burg bis zur Alteck, hat auch die von H. bezeichneteFortsetzung über Sayn aufgefunden, dagegen den Graben amrothen Hahn nicht gekannt, vielmehr die fernere Richtung überHillscheid, Cadenbach, Arzbach und Kemmenau bis zur Lahnbei Bad-Ems fortgeführt. Auch die-westliche Fortsetzung stimmtbei Schmidt nicht mit den Angaben Hoffmanns überein. Jenemist der Graben bei Monrepos unbekannt; er lässt ihn von der Al-teck über Oberbiber und Segendorf westlich vom Jägerhof bisnördlich von Helenberg und dann nach dem Marschfelde genRoggenfeld ziehen. Neuere Forschungen aus dem Jahre 1869 be-sitzen wir von dem Ingenieur - Obersten v. Cohausen, der inseinen Mittheilungen über den Lauf des Heidengrabens von derhessen-nassauischen Grenze bis zur Chaussee von Neuwied nachAnhausen mit den Sehmidt'schen Angaben übereinstimmt -). Vonda an aber weichen beide Forseher sehr von einander ab. Herrv. Cohausen sagt, der Graben durchsetze die Chaussee zweimal,und breche dann, wo diese die Alteck ersteigt, ab. Er sucht dieFortsetzung nicht nach dem Vorgange Schmidt's in der Richtungüber Oberbiber nach Segendorf, sondern lässt ihn zuerst dasLaubachthal überschreiten bis zum Mairansthal 3 ), sieht danndieses Thal selbst als die natürliche Fortsetzung des Grabens anbis zum Lützelberg, hält die von hier an Rengsdorf bis zumLaubachthal ziehende Grenzwehr für die weitere Fortsetzung,dann wiederum das Laubachthal bis zu seiner Mündung in das
1 ) F. W. Schmidt, Loealuntersuchungen über den Pfahlgraben, Kreuz-nach 1859.
2 ) Jahrbb. des Vereins v. Alterthumsfreunden. XI,VII u. XI,VIII.
3 ) Ich habe diesen von Schmidt und v. Cohausen gebrauchten Namen hierbeibehalten, obgleich er den dortigen Landleuten unbekannt ist; das Thal wirddort „Saustallsthal" genannt, und eine darin gelegene Wiese heisst „dieMairans-wiese".