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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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152lung, um bald zurückzukehren. Oder ihr müßtet diese Sache Gottallein nicht überlassen wollen; bin ich aber, um calvinisch zu reden,reprobirt und verworfen, daß ich nimmermehr aufrichtig glaubenund selig werden kann, so erweiset ihr euch als thörichte Menschen,und thöricht sind alle eure Bemühungen in den vielen Briefen undseriösen Zuschriften.Unser Bernardus Crusius hat sich geäußert, ich hätte Gottverlassen, darum sei seine Gnade nun auch ganz von mir gewichenIhr aber sagt insgesammt, ich hätte den wahren evangelischenGlauben verlassen, zu welchem ihr mich durch eure Bemühung undSchreiben wieder zurückführen wollet.Ist das nicht eine große Thorheit, ein Treiben, worüberein jeder lachen und spotten muß, der da weiß, auf welche Schraubeneure Religion gestellt ist? Hat Gott beschlossen, mir nimmermehrden seligmachenden Glauben zu geben, und habe ich ihn deßhalbniemals gehabt, ohne ihn jemals haben zu können, unde hoc,nisi quod a Deo ipso manat efficacia erroris? Woher kommtdas, sagt euer Erzvater Calvinus, als weil von Gott selbst dieKraft des Irrthums herfließt und entspringt.Ist dem so? Was seid ihr dann für Männer, die ihr euchmuthwillig diesem ewigen Decret, diesem unveränderlichen Rath-schluß, diesem steifen, positiven Willen, diesem unabwendbarenVornehmen, der unwiderstehlichen Kraft Gottes widersetzet, umdieß Alles unwirksom zu machen und zu verhindern! Welche Ver-messenheit! Welche Thorheit!Ihr saget: Ich hätte Gott verlassen u. s. w. Wie kannder Gott verlassen, der, nach eurem Glauben, niemals eine Ge-meinschaft mit Gott gehabt hat? Wie kann Gott dem die Gnadenehmen, der dieselbe nie von ihm empfangen hat? Kann dervom Glauben abfallen, der ihn nie gehabt hat? Kann derSchiffbruch leiden, der niemals ein Schiff bestiegen? Kann manden Bernardus Crusius wohl aus dem Stadtrath von Zutphenverstoßen, und ihn als Bürgermeister absetzen, der niemals dazuberufen noch erwählt war?Wer hiermit also nicht einsehen kann, was es mit all euremBemühen und Schreiben zu bedeuten habe; und zwar nach denGrundsätzen eurer eigenen Religion, der ist schlechterdings desGesichtes beraubt. Aber, um die Wahrheit zu sagen, gleich wieihr hier einen so weiten Sprung über alle Pfähle und Grenzeneurer eigenen Religion muthwillig hinaus thut, ebenso macht ihrleichtfüßig derartige hohe, wunderliche Capriolen und Wagsprüngedaß ihr damit in den verborgenen geheimen Rath Gottes hinein-taumelt und Dinge vorbringet, die der ganzen Christenheit ebensowunderlich als unglaublich erscheinen müssen.Und welche sind diese Dinge? Daß ihr dort auf eine klugeund ganz vorsichtige Weise das Decret erfahren habet, welchesGott von Ewigkeit her über euch und alle reformirten Brüder