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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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135theuer und werth. Wir sind deßhalb sehr froh, und schätzenuns glücklich, daß Ihr uns als unerwarteter Wegweiser zurkatholischen Wahrheit entgegen kommet und uns saget, zu welcherZeit des Tages und auf welche Manier wir ihn einnehmensollen.Meine lieben Freunde und sehr beminnten BrüderIch wünsche euch Glück, und bitte Gott, daß er die Gnadedie er euch gegeben, täglich vermehren und euch in eurem gutenVornehmen stärken wolle. Seht, ich bin bereit, euch Allen Alleszu werden, so viel es mir möglich ist. Da schon die Redeund die Worte des heil. Vaters es sagen und mit sich bringenso wißt ihr ja dieses vor Allem, was der Apostel sagt:Es istdem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, und darauf folgt dasGericht. Daß wir sterben müssen, wissen wir; aber wannwo, und wessen Todes, weiß Niemand. Da der Reiche imEvangelium, als seine Scheunen und Keller voll waren, sagte:Meine Seele, ruhe nun aus, laß dir's wohl sein,, trink,u. s. w.; so wurde ihm gesagt: Du Thor! diese Nachtnoch . . . . Darum sagt der Herr:Wachet und betet, denn ihrwisset nicht die Stunde, wann der Herr kommen wird.Die Zeit also bestimmt Gott selbst durch den Prophet Davidmit den Worten:Heute, da ihr die Stimme des Herrn höretverhärtet eure Herzen nicht! So lange es heute ist, und ihrheute sagen könnet, so müßt Ihr dasHeute benutzen; dennist das heute einmal vorüber, so daß ihr nicht mehr heutesagen könnet, so hat Gott in seinem Zorne geschworen, ihrwerdet dann in Ewtgkeit nicht eingehen in seine RuheVersäumet also nicht den heutigen Tag.Die Art und Weise aber, diesen Heiltrank einzunehmen, gibtder heil. Vater in seinen Worten genugsam zu erkennen. Ich binjedoch stets nach meinem Vermögen bereit, einem Jeden, so geringund schwach von Gedächtniß und Verstand er sein mag, zu die-nen, zu rathen und zu helfen.Ich stelle mich deßhalb in eure Mitte, und werde es euchvormachen. Ich will die Person eines reformirten Bruders vor-stellen, welcher bei gutem Verstande ist, eine ordentliche Discretionhat, und demgemäß nicht anders urtheilen und reden kann:Ich, ein verständiger und discreter reformirter Mann, der ich denRath und die Meinung des heil. Vaters Augustin vernommenhabe, denke darüber nach, besinne mich, und spreche zu mir selbst:Wer bin ich? bin ich nicht ein Geschöpf von der Hand Gotteswelches er nach seinem Bilde und Gleichnisse erschaffen hat?Warum? Auf daß ich ihn recht erkenne, ihm diene, ihn ehre, ihnfürchte und liebe aus meinem ganzen Herzen, damit ich das Zielerreiche, wozu Gott mich erschaffen hat, nämlich, daß ich seliwerde, und die ewige Freude mit allen auserwählten KindernGottes genieße. Erreichte ich dieses Ziel nicht, so wäre ich ja